Überblick
An der Universität Leipzig beleuchtet der Bachelorstudiengang Ostslawische Sprachen, Literaturen und Kulturen den vielschichtigen Sprach- und Kulturraum von Belarus, Russland und der Ukraine. Die Studierenden erwerben tiefgehende philologische Kompetenzen für eine geopolitisch hochrelevante Region, ohne dass Sprachkenntnisse zu Studienbeginn nötig sind. Neben dem intensiven Spracherwerb kombiniert die Ausbildung in Leipzig sprach-, literatur- und kulturwissenschaftliche Analysen zu einem eigenständigen Profil.
Studieninhalte
Wie lassen sich die komplexen sprachlichen, literarischen und kulturellen Entwicklungen im ostslawischen Raum und dieser geopolitischen Brennpunktregion fundiert verstehen und analysieren?
Über den Studiengang
Der grundständige Bachelorstudiengang „Ostslawische Sprachen, Literaturen und Kulturen“ an der Universität Leipzig rückt den belarusischen, russischen und ukrainischen Kulturraum in den Mittelpunkt. Studierende erwerben auf Basis gründlicher Sprachkenntnisse fundierte philologische Kompetenzen in einer geopolitisch bedeutenden Region. Das sechssemestrige Studium umfasst 180 Leistungspunkte und kann ohne spezifische Fremdsprachenvorkenntnisse begonnen werden.
Studieninhalte & Module
Das Studium gliedert sich in die Fachbereiche Linguistik, Literaturwissenschaft / Kulturgeschichte sowie Sprachpraxis und baut auf folgenden Modulbereichen auf:
- Kernfach (90 LP): Beinhaltet Module zur Linguistik (Untersuchung des sprachlichen Codes), Literaturwissenschaft und Kulturgeschichte sowie die abschließende Bachelorarbeit und Möglichkeiten zur Spezialisierung.
- Sprachpraxis: Intensiver Spracherwerb vor allem im Russischen und Ukrainischen (u. a. Module „Russisch 1“ und „Russisch 2“ zur Aufstockung für Anfänger).
- Schlüsselqualifikationen (30 LP): Enthält 20 LP für die fachbezogenen Module „Russisch 3“ und „Russisch 4“ sowie 10 LP für Wahlmöglichkeiten wie das Modul „Ukrainisch kontrastiv“, ein Praktikum oder ein Auslandsstudium.
- Wahlbereich / Wahlfach (60 LP): Freie Gestaltungsmöglichkeiten aus den Geistes- und Sozialwissenschaften zur Schärfung eines interdisziplinären Profils (z. B. Westslawistik, Sorabistik oder nichtslawistische Fächer).
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen erschließen sich vielfältige Berufsfelder, in denen fundierte Kenntnisse der ostslawischen Sprachen und Kulturen benötigt werden. Dazu zählen Tätigkeiten im Kultur- und Wissenschaftsmanagement, im Journalismus, im Medien- und Verlagswesen sowie bei Stiftungen und internationalen Organisationen. Weitere Optionen bieten die Außenwirtschaft, der Auswärtige Dienst, die Öffentlichkeitsarbeit und die Erwachsenenbildung.
Besonderheiten
- Individuelle Sprachausbildung: Die Sprachkurse im Russischen und Ukrainischen (inklusive „Ukrainisch kontrastiv“) sind an unterschiedliche Vorkenntnisse angepasst.
- Auslandsstudium und Praktikum: Es bestehen Kooperationen mit Partneruniversitäten in Belarus, Russland, der Ukraine und im Baltikum zur Ausgestaltung von Auslandsaufenthalten.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester