Überblick
Das Nebenfach Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen an der Universität Frankfurt am Main widmet sich der Erforschung der antiken Lebenswelten im gesamten Einflussgebiet des Römischen Reiches. Die Studierenden analysieren materielle Hinterlassenschaften sowie schriftliche Überlieferungen, um gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen von Nordafrika bis Nordwesteuropa nachzuvollziehen. Als einziger Lehrstuhl dieser Ausrichtung in Hessen und Rheinland-Pfalz bietet der Standort Frankfurt am Main eine fundierte akademische Ausbildung mit starkem Bezug zur Praxis.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Für eine erfolgreiche Berufsausübung als Archäologin oder Archäologe vermittelt das Nebenfach „Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen“ an der Universität Frankfurt am Main wesentliche fachliche und praktische Grundlagen. Der zulassungsfreie Kombi-Bachelor nimmt die ehemaligen Gebiete des Imperium Romanum bis zum Ende des weströmischen Reiches in den Blick. Ein regionaler Schwerpunkt liegt dabei auf den nordwestlichen Provinzen zwischen Gallien und dem Schwarzen Meer.
Studieninhalte & Module
Ziel des Faches ist die umfassende Rekonstruktion des antiken Lebens durch die Auswertung schriftlicher, bildlicher, materieller und naturwissenschaftlicher Quellen. Die Studieninhalte gliedern sich in folgende Module:
- M1: Einführungsmodul (Einführung in die römische Geschichte)
- M2: Einführungsmodul (Einführung in die Archäologie der römischen Provinzen)
- M3: Einführungsmodul (Numismatisches Grundwissen)
- M4: Basismodul (Strukturen und Entwicklung römischer Provinzen)
- M5: Wahlpflichtmodul (Schrift und Gesellschaft / Feldmodul)
- M6: Aufbaumodul (Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen in angewandten Beispielen)
Berufsperspektiven
Die Ausrichtung des Studiengangs orientiert sich unter anderem an den Anforderungen des aktuellen Arbeitsmarktes in den nordwestlichen Provinzen. Eine spätere erfolgreiche Tätigkeit als Archäologin oder Archäologe erfordert neben dem theoretischen Wissen solide Kenntnisse des Lateinischen, moderner Fachsprachen sowie praktische Grabungserfahrung. Das eigenverantwortliche Selbststudium bildet dafür eine entscheidende Grundlage.
Besonderheiten
Der Frankfurter Lehrstuhl ist der einzige seiner Art in Hessen und Rheinland-Pfalz. Zudem bietet das Institut für Archäologische Wissenschaften mit der Forschungsstelle Keramik und dem Nebenfach Archäometrie eine exklusive Schnittstelle zwischen Archäologie und Naturwissenschaften.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Das Studium im Nebenfach Archäologie und Geschichte der römischen Provinzen erfordert Kenntnisse in Latein (im Umfang des Latinums), Englisch und einer weiteren, modernen fachrelevanten Fremdsprache (wie Französisch, Spanisch, Italienisch, Türkisch oder Arabisch), die spätestens beim Zugang zum Aufbaumodul (AGRP-BA-NF-M 6) nachzuweisen sind. Die Sprachkenntnisse in Englisch und der zweiten modernen Fremdsprache müssen dem Niveau B1 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen entsprechen.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester