Überblick
Das Studium Polnisch für das Höhere Lehramt an Gymnasien an der Universität Leipzig vermittelt fundierte Fachkenntnisse sowie pädagogische Qualifikationen für den Lehrerberuf. Neben intensiver Sprachpraxis stehen die polnische Literatur, Kultur, Sprachwissenschaft und Geschichte im Fokus der Ausbildung. Der Studiengang am Standort Leipzig bereitet angehende Lehrkräfte durch fachdidaktische Module und Praxisphasen gezielt auf den Unterricht vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kulturgeschichte und Fachdidaktik vermittelt der Studiengang Polnisch für das Höhere Lehramt an Gymnasien wissenschaftlich fundierte Kenntnisse über die Sprache, Kultur und Gesellschaft des Nachbarlandes Polen. Das Studium schließt an der Universität Leipzig nach einer Regelstudienzeit von zehn Semestern mit dem Staatsexamen ab und erfordert zu Beginn keine Vorkenntnisse im Polnischen. Voraussetzung für die Immatrikulation ist neben der Hochschulreife das Einreichen eines phoniatrischen Gutachtens.
Studieninhalte & Module
Das Lehramtsstudium umfasst insgesamt 300 Leistungspunkte (LP), die sich auf das Fach Polnisch (95 LP), ein weiteres Fach (95 LP), Erziehungswissenschaften (35 LP), Schulpraktische Studien (25 LP), Ergänzungsstudien (20 LP) und die Abschlussprüfungen (30 LP) verteilen. Die fachlichen Inhalte basieren auf vier Säulen:
- Sprachausbildung: Erwerb sprachpraktischer Polnischkompetenzen.
- Sprachwissenschaft: Analyse des Sprachsystems (Phonetik, Morphologie, Wortbildung, Lexikologie, Pragmatik und Sprachgeschichte) im Vergleich zum Deutschen.
- Literaturwissenschaft & Kulturgeschichte: Behandlung polnischer Literatur von der Romantik bis zur Gegenwart, Analyse literarischer Texte und Verfilmungen sowie Auseinandersetzung mit Kultur- und Realienkunde.
- Fachdidaktik: Vermittlung von Methoden zum Lehren und Lernen von Polnisch als Fremdsprache inklusive der Planung von Polnischunterricht.
Berufsperspektiven
Die Erste Staatsprüfung berechtigt zur Aufnahme des Vorbereitungsdienstes für das Lehramt an Gymnasien und ermöglicht nach der Zweiten Staatsprüfung eine Lehrtätigkeit im gesamten Bundesgebiet. Darüber hinaus eröffnen die fundierten Sprach- und Kulturkompetenzen Zugänge zu Berufsfeldern außerhalb der Schule, wie etwa im Kultur- und Wissenschaftsmanagement, im Journalismus oder im Verlagswesen. Weitere Optionen liegen in der Erwachsenenbildung, der Öffentlichkeitsarbeit, dem Auswärtigen Dienst oder der Wissenschaft.
Besonderheiten
- Praxiserfahrung: Integration von fünf Pflichtpraktika für Hospitationen und ersten eigenen Unterricht an Schulen.
- Obligatorischer Auslandsaufenthalt: Bis zur Anmeldung der Ersten Staatsprüfung muss ein mindestens dreimonatiger Studien- oder Praktikumsaufenthalt im polnischsprachigen Raum nachgewiesen werden.
- Spezifisches Pflichtmodul: Absolvierung des Moduls „Körper-Stimme-Kommunikation“ zur Vorbereitung auf den sprechintensiven Berufsalltag.
- Zulassung & Flexibilität: Der Studiengang ist zulassungsfrei und kann ab dem dritten Fachsemester auch als Erweiterungsfach belegt werden. Bis zur Staatsprüfung sind Kenntnisse einer weiteren Fremdsprache auf B2-Niveau nachzuweisen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Phoniatrisches Gutachten
Bitte informieren Sie sich zu den studiengangspezifischen Immatrikulationsvoraussetzungen in Ihrem gewünschten Studiengang unter www.uni-leipzig.de/studienangebot
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester