Überblick
An der Kunsthochschule der Universität Mainz in Mainz am Rhein ermöglicht der Diplomstudiengang Freie bildende Kunst eine tiefgehende, individuelle Entfaltung im künstlerischen Schaffen. Studierende erarbeiten in einem eigenverantwortlichen Umfeld eigene Werkkomplexe in Bereichen wie Malerei, Bildhauerei, Fotografie sowie digitalen Medien. Das praxisintensive Studium zeichnet sich durch ateliergestützten Unterricht, die freie Wahl von Fachklassen und eine intensive Begleitung durch erfahrene Dozierende aus.
Studieninhalte
Ein traditionsreicher Diplomabschluss mit der Möglichkeit des Studiums bei besonderer Begabung auch ohne Abitur bildet das Alleinstellungsmerkmal des Studiengangs „Freie bildende Kunst“ an der Kunsthochschule Mainz der JGU.
Über den Studiengang
Der grundständige Studiengang „Freie bildende Kunst“ schließt mit dem Diplom ab und richtet sich an künstlerisch motivierte Personen mit hoher Eigeninitiative. Das Studium legt den Fokus auf die individuelle künstlerische Entfaltung, das eigenverantwortliche Schaffen sowie den kritischen Austausch über Kunst im historischen und aktuellen Kontext. Nach bestandener Eignungsprüfung ist die Aufnahme des Studiums bei nachgewiesener besonderer Begabung auch mit einem qualifizierten Sekundarabschluss I (ohne Abitur) möglich.
Studieninhalte & Module
Das Studium gliedert sich strukturell in zwei Abschnitte:
- Grundstudium (1.–4. Semester): In den ersten beiden Semestern dient die Basisklasse der allgemeinen künstlerischen Orientierung und dem Erproben neuer Medien. Ab dem dritten Semester erfolgt die Wahl einer spezifischen Fachklasse (Bildhauerei, Film/Video, Fotografie, Malerei, Medienkunst oder Zeichnung). Das Grundstudium schließt mit dem Vordiplom ab.
- Künstlerische Werkstätten & Theorie: Begleitende Nutzung analoger und digitaler Werkstätten (Fotolabor, Druckgrafik, Malereitechnik, Medienlabor, Holz- und Metallwerkstatt) sowie theoretische Lehrveranstaltungen.
- Hauptstudium (5.–9. Semester): Vertiefung der eigenen künstlerischen Zielsetzung, Aneignung spezifischer Verfahren und intensiver Diskurs im Klassenverband. Schließt mit der Diplomprüfung ab.
Berufsperspektiven
Das Studium bereitet primär auf eine freiberufliche Tätigkeit als freischaffende Künstler*innen vor, etwa im Rahmen von Atelier- oder Auftragsarbeiten. Weitere Beschäftigungsfelder bieten sich in Galerien, Kunstvereinen, der Museumspädagogik, der Kunsttherapie, der Erwachsenenbildung sowie an Akademien und Hochschulen. Nach dem Diplom besteht für besonders befähigte Absolvent*innen zudem die Möglichkeit eines Vertiefungsstudiums zum Meisterschüler.
Besonderheiten
- Eignungsprüfung & Beratung: Mehrstufiges Verfahren (Mappenprüfung und Gespräch); die Kunsthochschule bietet vorab eine individuelle Mappenberatung an.
- Studium ohne Abitur: Bei Nachweis einer besonderen Begabung in der Eignungsprüfung ist der Zugang mit einem qualifizierten Sekundarabschluss I möglich.
- Postgraduiertes Meisterschülerstudium: Anerkannter Abschluss zur weiteren Vertiefung des künstlerischen Schaffens im Anschluss an das Diplom.
- Freiwillige Formate: Auslandsaufenthalte und Praktika sind optional möglich und werden durch Austauschprogramme sowie den Career Service unterstützt.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Rechtzeitig vor der Anmeldefrist zur Eignungsprüfung muss eine Mappe mit 20 bis 30 eigenen Werken vorgelegt werden (Mappenprüfung). Das Bestehen der Mappenprüfung ist Voraussetzung für die Teilnahme an einem Prüfungsgespräch (siehe Fristen und Termine).
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester