Überblick
Der viersemestrige Aufbaustudiengang KunstTherapie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden richtet sich an Absolventinnen und Absolventen künstlerischer Fächer, die ihre Fachexpertise für therapeutische Berufsfelder erweitern wollen. Im Zentrum der Ausbildung am Standort Dresden steht das Zusammenspiel von freier künstlerischer Gestaltung und fundierten medizinisch-psychologischen Kenntnissen. Die Studierenden erlernen Methoden, um Menschen in Entwicklungsprozessen über kreative Prozesse professionell zu begleiten.
Studieninhalte
Wie lassen sich bildende Kunst und therapeutische Verfahren verbinden, um die kreativen Ressourcen und Selbstheilungskräfte von Menschen gezielt zu stärken?
Über den Studiengang
Der viersemestrige Aufbaustudiengang „KunstTherapie“ an der Hochschule für Bildende Künste Dresden führt zum Abschluss Diplom und verknüpft Bildende Kunst mit therapeutischen Verfahren. Das Studium richtet sich an Absolventinnen und Absolventen eines künstlerischen Hochschulstudiums (oder eines Studiums mit entsprechender künstlerischer Ausrichtung) und erfordert zudem eine 3- bis 6-wöchige Hospitation im kunsttherapeutischen Bereich. Ziel ist es, den Menschen als niederschwelliges Angebot Wege aufzuzeigen, Ängste, Hoffnungen und Ressourcen künstlerisch zu veranschaulichen und lösungsorientiert zu bearbeiten.
Studieninhalte & Module
Die Lehre gliedert sich in theoretische, empirische und praktische Schwerpunkte:
- Fachtheoretische Grundlagen: Theoretische Perspektiven und wissenschaftliche Basis für die Reflexion künstlerischen Handelns.
- Methoden der Kunsttherapie: Praktische Verfahren zur Veranschaulichung von Ressourcen, Stärken und Konflikten durch gestalterische Prozesse.
- Forschung und Praxis: Methoden der künstlerischen Forschung sowie die konkrete Praxiskoordination.
- Praxisfelder: Vertiefungen in spezifischen Anwendungsbereichen wie Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädiatrische Onkologie, Traumaambulanz, Suchthilfe und queere Identität.
- Supervision: Reflexion der eigenen Arbeit über Therapeutisches Rollenverständnis, Fallsupervision und Gruppensupervision.
Berufsperspektiven
Kunsttherapeutische Angebote sind im klinischen Kontext inzwischen ein fester Bestandteil des Therapiespektrums. Darüber hinaus eröffnen sich für Absolventinnen und Absolventen zunehmend Handlungsfelder im soziokulturellen, interdisziplinären sowie interkulturellen Raum. Auch eine wissenschaftliche Weiterentwicklung im Bereich der akademischen Forschung ist möglich.
Besonderheiten
- Künstlerische Forschung: Schwerpunktthema mit eigenen Weiterbildungen, Vortragsreihen und Forschungsansätzen.
- Promotionsmöglichkeit: Anbindung an wissenschaftliche Forschungsprojekte und Durchführung von Promotionsvorhaben im Fachbereich.
- Praxis- und Ausstellungsbezug: Regelmäßige Präsentation der Arbeiten in öffentlichen Jahres- und Diplomausstellungen.
Zulassung & Voraussetzungen
Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
Allgemeine Hochschulreife, Nachweis eines künsterischen Hochschulstudiums in Ausnahmefällen eines anderen Hochschulstudiums mit künstlerischer Ausrichtung, 3-6 wöchige Hospitation in einem kunsttherapeutischen oder verwandten Bereich und Nachweis bestandener Eignungsprüfung
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester