Überblick
Das Diplom-Studium Gebärdensprachdolmetschen an der Westsächsischen Hochschule Zwickau bildet Fachkräfte aus, die Barrieren zwischen hörgeschädigten und hörenden Menschen überwinden. Neben fundierten Kenntnissen der Deutschen Gebärdensprache erwerben die Studierenden umfassendes Wissen über linguistische Hintergründe und interkulturelle Kommunikation. In Zwickau bereitet dieser praxisnahe Studiengang optimal auf die anspruchsvolle Echtzeit-Translation in unterschiedlichen Alltagssituationen vor.
Studieninhalte
Wie können Kommunikationsbarrieren zwischen hörgeschädigten und hörenden Menschen im Alltag effektiv überbrückt werden?
Über den Studiengang
Der grundständige Studiengang Gebärdensprachdolmetschen (Diplom FH) an der Westsächsischen Hochschule Zwickau bildet Studierende dazu aus, als Sprach- und Kulturmittler in direkten Kommunikationssituationen zu agieren. Das Vollzeitstudium umfasst eine Regelstudienzeit von 8 Semestern (240 ECTS-Punkte) und schließt mit dem Diplom (FH) ab. Der Studiengang ist zulassungsfrei und startet jeweils zum Wintersemester.
Studieninhalte & Module
Das Studium unterteilt sich in ein viersemestriges Grundlagenstudium sowie ein viersemestriges Vertiefungsstudium. Folgende Kernbereiche und Module prägen den Studienverlauf:
- Deutsche Gebärdensprache & Deutsch: Intensives Sprachtraining und linguistische Vertiefung.
- Gebärdensprachdolmetschen: Praktische Vermittlung von Dolmetschtechniken für den direkten Einsatz.
- Linguistik & Translationswissenschaft: Sprach- und übersetzungswissenschaftliche Grundlagen sowie aktuelle Forschung.
- Deaf Studies & Interkulturelle Kommunikation: Vermittlung von kulturellem Fachwissen und empirischen Forschungsmethoden.
- Praxisphasen: Ein Hospitationspraktikum im Grundlagenstudium sowie ein Dolmetschpraktikum im Vertiefungsstudium.
- Wahlpflichtmodule: Individuelle Schwerpunkte in Fremdsprachen (z. B. Spanisch, Französisch, Russisch), Gesundheit (z. B. Pflegewissenschaften, Gesundheitswesen) oder Wirtschaft (z. B. BWL, Recht, Marketing).
- Diplomprojekt: Erarbeitung der Abschlussarbeit im 7. und 8. Semester.
Berufsperspektiven
Da Gebärdensprachdolmetscher in sämtlichen Bereichen des täglichen Lebens benötigt werden, bieten sich nach dem Abschluss vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Absolventen arbeiten unter anderem im Gesundheitswesen, im Arbeitsleben sowie bei Aus- und Fortbildungen. Weitere Tätigkeitsfelder umfassen den Einsatz bei Gericht, der Polizei, auf Konferenzen und in weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens.
Besonderheiten
- Diplom-Abschluss: Der Studiengang schließt mit dem akademischen Grad Diplom (FH) ab.
- Zulassungsfreiheit: Das Studium ist ohne Zulassungsbeschränkung (NC-frei) zugänglich.
- Praxiserfahrung: Die Ausbildung beinhaltet sowohl ein Hospitationspraktikum als auch ein mehrsemestriges Dolmetschpraktikum.
- Interdisziplinäre Wahlmöglichkeiten: Studierende können ihr Profil durch Module aus den Bereichen Sprachen, Gesundheit oder Wirtschaft individuell schärfen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Nachweis der Eignungsfeststellung; Gebärdensprach-Grundkurs (mindestens 40 Unterrichtseinheiten),(Nachweis am Tag der Eignungsfestestellung) oder Nachweis über eine äquivalente Kompetenz
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester