Überblick
Der Masterstudiengang „Medizinphysik: Bildgebung und Therapie“ an der Universität Greifswald verbindet physikalische Expertise mit moderner medizinischer Diagnostik und Behandlung. Ein besonderer Schwerpunkt des Studiums in der Hansestadt liegt auf hochentwickelten Verfahren wie der Magnetresonanztomografie sowie innovativen Ansätzen der Plasmamedizin. Absolventinnen und Absolventen werden gezielt darauf vorbereitet, an der Schnittstelle von Naturwissenschaft, Technik und Medizin im klinischen Umfeld sowie in der Forschung zu arbeiten.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle der Fachgebiete Physik, Medizin, Mathematik und Health Care Management vermittelt der Masterstudiengang „Medizinphysik: Bildgebung und Therapie“ an der Universität Greifswald vertiefte physikalisch-technische Grundlagen sowie die Einsatzbereiche von Mess-, Diagnose- und Therapieverfahren. Die Studierenden erwerben die Fähigkeit, komplexe medizintechnische Systeme zu verstehen und fachübergreifend mit Ärztinnen, Ärzten und Ingenieuren zu kommunizieren. Der Studiengang führt nach einer Regelstudienzeit von vier Semestern zum Abschluss Master of Science (M.Sc.).
Studieninhalte & Module
In den ersten drei Semestern erwerben die Studierenden theoretische und praktische Kenntnisse in Vorlesungen, Seminaren und Übungen, bevor im vierten Semester die Masterarbeit mit abschließendem Kolloquium folgt. Zu den Kernmodulen gehören:
- Bildgebende Verfahren: Grundlagen und Anwendung von Röntgen, Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT), Sonografie, Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und Szintigrafie.
- Therapie und Ergänzungsbereiche: Inhalte zu Strahlentherapie und Nuklearmedizin sowie Vorlesungen zu Plasmaphysik und Plasmamedizin.
- Schwerpunkt Magnetresonanztomografie: Vertiefte Inhalte zu Sequenzentwicklung, Bildrekonstruktion und Datenauswertung (z. B. quantitative MRT wie 4D-Fluss-MRT, Perfusion, ASL; strukturelle MRT wie T1, T2, Diffusion Tensor Imaging sowie MR-Angiographie).
- Interdisziplinäre Wahlmodule: Flexible Kombinationen aus angrenzenden Bereichen der Physik, Mathematik, Informatik und Medizin.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen arbeiten in Gesundheitszentren, Kliniken, Diagnostikeinrichtungen sowie in der Forschung und Entwicklung an Hochschulen oder in der Industrie. Dort betreiben sie medizinische Großgeräte, tragen Verantwortung für die Sicherheit von Personal und Patient*innen oder sind in der Hard- und Softwareentwicklung, dem Vertrieb sowie dem technischen Kundendienst tätig. Im Anschluss an das Studium ist zudem eine zweijährige Weiterbildung zum Medizinphysik-Experten möglich.
Besonderheiten
- Starker Praxisbezug: Handlungsorientierte Ausbildung an modernen Schulungsgeräten für Röntgen, Ultraschall und CT sowie an klinischen Doppler-Ultraschall- und MRT-Scannern in Kooperation mit der Universitätsmedizin Greifswald.
- Optimales Lernumfeld: Betreuung in kleinen Gruppen und Möglichkeiten zu Exkursionen und Hospitationen durch die Einbindung in den naturwissenschaftlichen Campus.
- Flexibilität und Zugang: Der Studiengang weist keine Zulassungsbeschränkung (ohne NC) auf und kann sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit studiert werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Für dieses Fach gilt eine verkürzte Einschreibefrist.
Der Zugang zum Masterstudiengang "Medizinphysik: Bildgebung und Therapie" ist an den Nachweis eines ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses gebunden. Grundsätzlich erfüllen inländische und ausländische Studienabschlüsse in einem Studiengang der Fachrichtungen Physik, Medizintechnik oder Biomedizinische Technik, Medizinische Informatik oder Biomathematik diese Zugangsvoraussetzungen.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester