Überblick
Der Masterstudiengang Musik- und Klangkulturen der Moderne an der Universität Bonn untersucht die gesellschaftliche, mediale und technologische Bedeutung von Musik und Geräuschen seit der Industrialisierung. Im Fokus stehen dabei die kulturellen Rahmenbedingungen menschlicher Klangpraxis sowie globale Transformationsprozesse. Das Studium in Bonn verbindet theoretische Reflexion mit eigenständiger wissenschaftlicher Forschungspraxis.
Studieninhalte
Wie prägen Musik und Klang moderne Gesellschaften unter dem Einfluss von Mediatisierung, Technologisierung und Globalisierung?
Über den Studiengang
Der viersemestrige Masterstudiengang „Musik- und Klangkulturen der Moderne“ an der Universität Bonn untersucht die Konfigurationen, Konzepte und Praktiken von Musik und Klang seit etwa 1800. Im Zentrum des Ein-Fach-Studiums stehen die gesellschaftlichen, kulturellen und technologischen Bedingungen, unter denen Menschen Musik praktizieren, Klang produzieren und von beiden geprägt werden. Studierende vertiefen ihr klang- und musikwissenschaftliches Wissen, erweitern ihre Methodenkompetenz für eigenständige Forschungsprojekte und werden für interkulturelle Kommunikation sensibilisiert.
Studieninhalte & Module
Die inhaltlichen Schwerpunkte des Studiums umfassen folgende Kernbereiche:
- Kontext- und Bedingungsanalysen: Untersuchung von gesellschaftlichen, kulturellen, technologischen und mediengeschichtlichen Prozessen (z.B. Industrialisierung und Mediatisierung).
- Theorie und Diskurskritik: Vertiefung klang- und musikwissenschaftlicher Erkenntnisse und kritische Hinterfragung fachlicher Theorien.
- Empirie und Forschungsmethodik: Aufbau von Methodenkompetenzen zur eigenständigen Entwicklung und Umsetzung selbst organisierter Forschungsprojekte.
- Musikalische Globalisierung: Erforschung globaler Musik- und Klangphänomene zur Förderung interkultureller Kommunikationskompetenz.
Berufsperspektiven
Das Studium qualifiziert für Tätigkeiten in den Medien (Rundfunk, Fernsehen, Online-Musikportale), der Presse (Musikkritik), in Musikverlagen sowie in der Musik- und Medienindustrie. Weitere Beschäftigungsfelder liegen in der Kultur- und Kreativwirtschaft (Soundproduktion, Eventmanagement), im Musiktheater (Dramaturgie, Regieassistenz) sowie in Musikbibliotheken, Archiven, Verbänden und Stiftungen. Zudem ermöglicht der Abschluss eine akademische Laufbahn in der Wissenschaft (Wissenschaftsmanagement, Lehre und Forschung).
Besonderheiten
Soziologisch-historisches Verständnis von Moderne: Der Studiengang versteht „Moderne“ im Sinne von Modernity (reichst bis ca. 1800 zurück) und grenzt sich damit bewusst vom rein ästhetisch-künstlerischen Modernism ab. Der Fokus liegt folglich auf den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen statt nur auf einzelnen Musikspielarten.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester