Überblick
An der RWTH Aachen befasst sich der interdisziplinäre Masterstudiengang Governance von Technologie und Innovation mit der Steuerung des technologischen Wandels in modernen Gesellschaften. Das Studium im Herzen Aachens verknüpft wissenschaftssoziologische, philosophische und politikwissenschaftliche Ansätze, um komplexe Innovationsprozesse verantwortungsvoll zu gestalten. Studierende lernen, wegweisende Zukunftsfragen rund um künstliche Intelligenz, Digitalisierung und gesellschaftliche Transformation fundiert zu analysieren.
Studieninhalte
Ob in der Politikberatung, der öffentlichen Verwaltung oder in Wissenschafts- und Technologieorganisationen: Der Masterstudiengang „Governance von Technologie und Innovation“ an der RWTH Aachen bereitet gezielt auf Führungsorganisationen und Schnittstellenpositionen vor, in denen komplexe technologische und gesellschaftliche Veränderungsprozesse gestaltet werden.
Über den Studiengang
Der viersemestrige, weiterführende Masterstudiengang (Master of Arts) befasst sich mit der sozial-verträglichen Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels durch Technologie und Innovation. Durch die Verknüpfung von wissenssoziologischen, wissenschaftsphilosophischen und technologiepolitischen Perspektiven vermittelt das Studium praxisnahe Kompetenzen für das Entscheiden unter komplexen sozio-technischen Bedingungen und unsicherem Wissen. Der Studiengang wird in Deutsch sowie Englisch unterrichtet und umfasst insgesamt 120 ECTS-Punkte.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum gliedert sich in folgende Modulbereiche:
- Basismodule (1. Semester): Wissenstheorie des Forschens, Governance von Wissenschaft und Innovation, Methoden der Wissenschafts- und Technikforschung
- Aufbaumodule (2. Semester): Innovieren im Wandel, Modelling for Innovation, Technology Assessment / Responsible Research and Innovation
- Wahlpflichtmodul (1.–3. Semester): Ein Modul aus den Bereichen Managing the Innovation Process, Sustainability Strategies in Politics and Companies, Techniksoziologie, Technologie und Politik oder Entscheidungslehre
- Praxismodul (3. Semester): Verpflichtendes Praktikum oder Lehrforschungsprojekt von mindestens zehn Wochen Dauer
- Mastermodul (4. Semester): Blockseminar, Masterseminar, Masterarbeit und Masterabschlusskolloquium
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für Berufsfelder an der Schnittstelle von Wissenschaftsforschung, Politikberatung, öffentlicher Verwaltung sowie Wirtschaft. Sie übernehmen Aufgaben im Monitoring, der Evaluierung und der Steuerung vielschichtiger Innovationssituationen sowie nachhaltiger Transformationsprozesse. Praktische Studienanteile und der direkte Kontakt zu Netzwerkpartnern unterstützen den frühzeitigen Aufbau berufsfeldrelevanter Expertise.
Besonderheiten
Ein den Studiengang unterstützender Think Tank aus Praxispartnern stellt exklusive Praktikumsplätze bereit, beispielsweise am Institut für Technikfolgenabschätzung. Im dritten Semester besteht zudem ein bis zu sechsmonatiges Mobilitätsfenster für ein Auslandsstudium. Der Studiengang ist für das erste und höhere Fachsemester zulassungsfrei (kein NC).
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Voraussetzung für die Studienaufnahme ist ein erster Hochschulabschluss in einem geistes- oder gesellschaftswissenschaftlichem beziehungsweise einem natur-, ingenieur- oder lebenswissenschaftlichen Fach. Um die interdisziplinäre Kompetenz nachweisen zu können, sind Vorleistungen in der jeweilig anderen Fächergruppe vorzulegen. Zudem wird die ausreichende Kenntnis von Deutsch und Englisch als Unterrichtssprachen vorausgesetzt. Näheres enthält die Prüfungsordnung. Die Feststellung, dass die Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind, trifft der Prüfungsausschuss.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester