Überblick
Der Bachelorstudiengang Schiffsbetriebstechnik an der Hochschule Bremerhaven bildet Fachkräfte für die Bedienung, Wartung und technische Leitung komplexer maritimer Maschinenanlagen aus. Neben ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen wie Maschinenbau und Elektrotechnik stehen Energieeffizienz und moderne Schiffsanlagentechnik im Mittelpunkt. Durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis bereitet das Studium optimal auf Leitungsaufgaben an Bord sowie in landseitigen Industrieunternehmen vor.
Studieninhalte
Wie lässt sich die komplexe Maschinentechnik auf Handelsschiffen weltweit sicher, effizient und umweltfreundlich betreiben?
Über den Studiengang
Der achtsemestrige Bachelorstudiengang Schiffsbetriebstechnik (Bachelor of Science) an der Hochschule Bremerhaven bildet Studierende für die technische, betriebliche und personelle Führung von Maschinenanlagen an Bord von Schiffen sowie an Land aus. Als ältester Studiengang der Hochschule bildet er einen zentralen Eckpfeiler ihres maritimen Profils. Die Ausbildung zeichnet sich durch eine enge Anbindung an Reedereien, Werften sowie die Maschinenindustrie aus und kombiniert ingenieurwissenschaftliche Theorie mit einer integrierten 18-monatigen Praxisphase.
Studieninhalte & Module
Das Studium beginnt direkt mit einem Praxissemester an Bord eines Seeschiffes. Darauf folgen ingenieurwissenschaftliche Grundlagen sowie spezialisierte Fachmodule, die durch Laborübungen an laufenden Maschinen und intensive Einheiten am Schiffsmaschinensimulator ergänzt werden. Zu den Kernmodulen zählen:
- Mathematik, Technische Mechanik und Elektrotechnik
- Seeverkehrswirtschaft und Maritimes Englisch
- Betriebs- und Gefahrstoffe
- Verbrennungskraftmaschinen und Elektrische Maschinen
- Automatisierungstechnik
- Seerecht, Betriebsführung und Arbeitsschutz
Berufsperspektiven
Der Abschluss qualifiziert für den Erwerb des Befähigungszeugnisses als Technischer Wachoffizier und ebnet nach entsprechenden Fahrtzeiten den Weg zum 2. Technischen Offizier bis hin zur Leitung der Maschinenanlage (Leitende:r Ingenieur:in). Neben dem Dienst auf See eröffnen sich vielfältige Aufgaben an Land, etwa im technischen Schiffsmanagement, bei Werften, in der maritimen Zulieferindustrie oder im Bereich der Energieversorgung. Absolventinnen und Absolventen können somit national wie international in allen Feldern der Schiffs- und Energietechnik arbeiten.
Besonderheiten
- Hoher Praxisanteil: Integrierte 18-monatige praktische Ausbildung mit zwei Praxissemestern im 1. und 7. Semester.
- Internationale Standards: Die Ausbildung entspricht den Vorgaben der Seeleutebefähigungsverordnung (SeeBV) sowie dem STCW-Übereinkommen der International Maritime Organization (IMO).
- Studienverkürzung: Für Personen mit Befähigungszeugnis zum Technischen Wachoffizier ist eine Verkürzung des Studiums auf vier Semester möglich.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Nachweis von Praxiserfahrungen:
Technisches Vorpraktikum in metallverarbeitenden Betrieben von 26 Wochen oder Nachweis einer abgeschlossenen Berufsausbildung zum Schiffmechaniker, abgeschlossene TOA-Ausbildung nach den Richtlinien des Bundes, Ausbildungsabschluss in einem einschlägigen Metall- oder Elektroberuf oder fachpraktische Ausbildung durch ein Befähigungszeugnis nach § 5 der Verordnung über die Ausbildung und Befähigung von Kapitänen und Schiffsoffizieren des nautischen und technischen Schiffsdienstes (SchOffzAusbV )
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester