Überblick
Der forschungsorientierte Masterstudiengang Werkstoffwissenschaft an der TU Ilmenau in Thüringen vermittelt tiefgehende Fachkenntnisse an der Schnittstelle von Ingenieur- und Naturwissenschaften. Das viersemestrige Studium beleuchtet die gesamte Wertschöpfungskette moderner Materialien – von der Synthese über die Charakterisierung bis hin zum Recycling. Neben der Ausrichtung auf Zukunftsfelder wie Nachhaltigkeit und Mobilität profitieren Studierende von der Kooperation mit der Universität Jena.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle von Naturwissenschaften und Ingenieurdisziplinen verbindet der Masterstudiengang Werkstoffwissenschaft an der TU Ilmenau physikalisch-chemische Grundlagen mit Schwerpunkten aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik sowie der Mikro- und Nanotechnik. Der NC-freie, viersemestrige Studiengang vertieft das Wissen über Struktur, Eigenschaften, Herstellung und Wiederverwertung sämtlicher Werkstoffklassen wie Metalle, Gläser, Keramiken, Polymere und Verbunde. Das forschungsorientierte Studium setzt ein verwandtes Bachelorstudium mit mindestens 50 Leistungspunkten in allgemeinen naturwissenschaftlichen Grundlagen voraus.
Studieninhalte & Module
Die Lehrinhalte teilen sich in theoretische Grundlagen, Wahlbereiche und praktische Forschungsarbeiten auf:
- Pflichtmodule zur Vertiefung werkstofftechnischer Grundlagen (42 %): u. a. Festkörperphysik, Kunststofftechnologie, Oberflächen- und Galvanotechnik, Digitalisierung der Werkstoffe, Werkstoffzustände und -analyse
- Werkstofftechnische Wahlmodule (17 %): u. a. Glas- und Keramikwerkstoffe für die Mikro- und Nanotechnik, 3D Materialanalytik, Regenerative Energien und Speichertechnik, Stahlleichtbau in der Karosserietechnik
- Forschungsprojekt (8 %): Direkte Einbindung in aktuelle Forschungsthemen
- Technisches Wahlmodul (4 %): Freie Auswahl aus dem Master-Lehrangebot der TU Ilmenau
- Schlüsselkompetenzen (4 %)
- Masterarbeit (25 %)
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für anspruchsvolle Aufgaben in der Werkstoffentwicklung, Werkstoffprüfung und im Qualitätswesen. Typische Tätigkeitsfelder finden sich in der Automobil- und Leichtbauindustrie, der Luft- und Raumfahrt sowie in der Energie- und Umwelttechnik. Darüber hinaus eröffnen sich Beschäftigungschancen in der Mikro- und Nanotechnik, Elektronik, Sensorik und Medizintechnik.
Besonderheiten
Der Studiengang wird als Verbundstudiengang gemeinsam von den Universitäten Ilmenau und Jena durchgeführt und bietet die Option auf einen Doppelmaster-Abschluss in Kooperation mit einer Partnerhochschule in Peru. Neben einer persönlichen Studienatmosphäre und modernster technologischer Ausstattung integriert das Studium Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt und Werkstoffkreislauf direkt in die Lehre.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bachelorabschluss an einer akkreditierten Universität in der gleichen oder einer ähnlichen Fachrichtung. Eine fachliche Eignungsüberprüfung wird auf Basis der Bewerbungsunterlagen (Transcripts des vorherigen Studiums) von den Fakultäten vorgenommen. Sprachnachweis Deutsch oder Englisch, entsprechend der Lehrsprache des Studiengangs.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester