Überblick
Der Masterstudiengang Ethnolinguistik bedrohter Sprachen mit dem Schwerpunkt Uralische Sprachen und Kulturen an der Universität Hamburg widmet sich der Erforschung, Dokumentation und dem Erhalt gefährdeter Sprachen. Studierende erwerben vertiefte Kenntnisse in der linguistischen Feldforschung sowie in den kulturellen und historischen Kontexten uralischer Sprachgemeinschaften. Das Studium bereitet gezielt auf wissenschaftliche Tätigkeiten in Forschung, Sprachförderung und Kulturvermittlung vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Als wissenschaftliche:r Sprachdokumentar:in in internationalen Forschungsprojekten oder Expert:in für Minderheitensprachen bieten sich nach dem Abschluss zielgerichtete Karrierewege. Der Masterstudiengang „Ethnolinguistik bedrohter Sprachen – Uralische Sprachen und Kulturen“ an der Universität Hamburg vertieft das Wissen über den Erhalt, die Erforschung und die systematische Dokumentation gefährdeter Sprachgemeinschaften. Im Fachbereich Finnougristik verbindet dieses weiterführende Angebot linguistische Feldforschung mit kulturanthropologischer Analyse.
Typische Studieninhalte & Module
Im Zentrum steht die methodische Erfassung und wissenschaftliche Aufbereitung bedrohter Sprachstrukturen:
- Linguistische Feldforschung: Praktische Methoden zur Datenerhebung vor Ort, ethische Leitlinien und Aufzeichnungstechniken.
- Sprachdokumentation und Archiverstellung: Audiovisuelle Datenerfassung, Annotation und digitale Archivierung sprachlicher Korpora.
- Uralische Sprachen und Kulturen: Vertiefende Strukturanalysen und historische Kontexte nordnordischer und nordasiatischer Sprachen (z. B. Samisch, Samojedisch).
- Soziolinguistik und Revitalisierung: Untersuchung von Sprachkontakt, Mehrsprachigkeit und Strategien zur Sprachförderung.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für spezialisierte Aufgabenfelder im akademischen, kulturellen und gesellschaftspolitischen Sektor:
- Wissenschaft und Forschung: Mitarbeit in universitären Forschungsprojekten zur Dokumentationslinguistik sowie Promotion.
- Kultur- und Archivwesen: Tätigkeiten in Museen, Archiven, Bibliotheken und Stiftungen mit dem Schwerpunkt immaterielles Kulturerbe.
- Internationale Organisationen und NGOs: Fachberatung für Institutionen wie die UNESCO, politische Gremien oder Verbände des Minderheitenschutzes.
- Sprachtechnologie und Verlagswesen: Entwicklung digitaler Sprachressourcen, Lernmaterialien und Wörterbücher für Minderheitensprachen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
https://www.uni-hamburg.de/onTEAM/studiengaenge/uralische-sprachen-und-kulturen.pdf
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester