Überblick
Der weiterbildende Masterstudiengang 'Medizin - Ethik - Recht' an der Universität Halle-Wittenberg in Halle (Saale) beleuchtet die vielschichtigen Überschneidungen von Gesundheitswesen, Juristenausbildung und Moralphilosophie. In zwei Semestern erwerben die Studierenden interdisziplinäre Kompetenzen, um komplexe bioethische und rechtliche Herausforderungen fundiert zu analysieren. Das Angebot richtet sich vorrangig an Berufserfahrene, die ihre Fachkenntnisse an dieser bundesweit einzigartigen Schnittstelle vertiefen möchten.
Studieninhalte
Absolventinnen und Absolventen bearbeiten nach dem Studium hochspezialisierte Fragestellungen an den Schnittstellen von Medizin, Ethik und Recht – etwa als Fachanwälte für Medizin- und Pharmarecht, als spezialisierte Richter oder Staatsanwältinnen für Fehlverhalten im Gesundheitswesen sowie in leitenden Funktionen bei Krankenkassen, Kliniken und Pharmaunternehmen.
Über den Studiengang
Der weiterbildende Masterstudiengang „Medizin – Ethik – Recht“ (M. mel.) an der Universität Halle-Wittenberg vermittelt in zwei Semestern vertiefte Kenntnisse an den Schnittstellen des Gesundheitswesens. Das Angebot richtet sich an Berufserfahrene mit einem ersten einschlägigen Abschluss, die ihr wissenschaftliches und praktisches Profil gezielt schärfen möchten. Das deutschsprachige Vollzeitstudium umfasst 60 LP und beginnt jeweils im Sommersemester.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum berücksichtigt die individuelle Vorqualifikation der Studierenden und verknüpft medizinische, rechtliche und ethische Fragestellungen. Zu den Pflichtmodulen gehören:
- Qualifikationsgruppenspezifische Einführung (5 LP)
- Medizin- und Gesundheitsrecht (5 LP)
- Rechtsmedizin (5 LP)
- Einführungsmodul Praktische Philosophie (5 LP)
- Pflichtpraktikum (5 LP)
- Abschlussmodul / Masterarbeit (20 LP)
Zusätzlich werden Wahlpflichtmodule im Umfang von 15 LP aus den Vertiefungsbereichen Medizin (u. a. Health Economics, Notfallversorgung, Reproduktionsmedizin), Ethik (z. B. Vertiefung Medizinethik, Philosophie, Theologie) und Recht absolviert.
Berufsperspektiven
Der Abschluss dient als Türöffner für hochspezialisierte Arbeitsfelder in der juristischen, medizinischen und ethischen Praxis. Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte nutzen die Qualifikation zur Spezialisierung im Medizin-, Arzthaftungs- oder Medizinstrafrecht, während Justizangehörige Spezialwissen für Arzthaftungskammern oder Schwerpunktstaatsanwaltschaften erwerben. Zudem eröffnen sich vielfältige Aufgabenbereiche bei Kassenärztlichen Vereinigungen, Krankenkassen, Krankenhäusern und Pharmaunternehmen.
Besonderheiten
Der Studiengang ist deutschlandweit einzigartig und ist am Interdisziplinären Wissenschaftlichen Zentrum Medizin-Ethik-Recht angesiedelt. Neben kleinen Studiengruppen und hoher Praxisorientierung zeichnet sich das Studium durch ein wöchentliches Dienstagskolloquium mit hochkarätigen Gastreferierenden sowie ein engagiertes Alumni-Netzwerk (meris e. V.) mit eigener Fachzeitschrift aus. Als weiterbildender Studiengang fallen Gebühren von 500,00 € pro Semester an.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Mit fachspezifischen Zulassungsvoraussetzungen
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Sommersemester