Überblick
An der Justus-Liebig-Universität Gießen widmet sich der Masterstudiengang „Demokratie und Governance“ den Herausforderungen moderner Regierungsformen im Kontext globaler Veränderungen. Als bundesweit einzigartiges Studienangebot verknüpft das Programm Ansätze der Demokratie- und Governanceforschung, um politische Steuerungs- und Beteiligungsprozesse fundiert zu analysieren. Studierende setzen sich vertieft mit den Bedingungen für funktionierende, legitime Entscheidungsstrukturen in einer vernetzten Welt auseinander.
Studieninhalte
Alleinstellungsmerkmal: Der Studiengang an der Universität Gießen rückt als bislang einziger Masterstudiengang in Deutschland die Zusammenhänge zwischen Demokratie und Governance konsequent in den Mittelpunkt.
Über den Studiengang
Der weiterführende Master im Fachbereich Politikwissenschaft widmet sich der Frage, wie demokratische Prinzipien angesichts globaler Problemlagen wie Klimawandel, Armut oder Terrorismus verwirklicht werden können. Im Zentrum steht die wissenschaftliche Untersuchung von Demokratisierungswellen, Erosionsprozessen etablierter Demokratien sowie neuen, nicht-hierarchischen Formen des Regierens unter Einbindung staatlicher und nicht-staatlicher Akteure.
Studieninhalte & Module
Das Studium umfasst 4 Semester (120 Credit Points) und gliedert sich in folgende Kern- und Wahlmodule:
- M1: Demokratie (10 CP)
- M2: Demokratisierungsprozesse im internationalen Vergleich (10 CP)
- M3: Methoden der empirischen Demokratie- und Governance-Forschung (10 CP)
- M4: Governance und Internationale Integration (10 CP)
- Themenmodule (3 von 4 zur Wahl): Government und Governance (M5), Normen und Institutionen (M6), Politikfelder (M7), Medien und Governance (M11) (jeweils 10 CP)
- M8 & M9: Wahlmodule aus verwandten Disziplinen wie Soziologie, Geschichte, VWL, Philosophie oder Wirtschaftsgeographie (jeweils 10 CP)
- M10: Thesismodul inklusive MA-Prüfung im 4. Semester (30 CP)
Berufsperspektiven
Das Studium qualifiziert für die wissenschaftliche Bearbeitung komplexer politischer und gesellschaftlicher Herausforderungen an der Schnittstelle von nationaler und globaler Kooperation. Absolventinnen und Absolventen werden auf Tätigkeiten in staatlichen Institutionen, bei transnationalen NGOs, in Unternehmen sowie in der akademischen Governance- und Demokratieforschung vorbereitet.
Besonderheiten
- Zulassung und Propädeutikum: Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt (kein NC); eventuell fehlende fachliche Vorkenntnisse aus dem Bachelor können im 1. Semester über ein Propädeutikum erbracht werden.
- Flexibler Beginn: Die Aufnahme des Studiums ist sowohl zum Wintersemester als auch zum Sommersemester möglich.
- Internationales Mobilitätsfenster: Die Wahlmodule sind explizit als Mobilitätsfenster nutzbar, u. a. für Auslandsaufenthalte über das ERASMUS-Programm.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Einschlägige Bachelor-Abschlüsse, die an Hochschulen im In-und Ausland erworben wurden bzw. vergleichbare Qualifikationen stellen die Zulassungsvoraussetzungen für den Master-Studiengang dar. Es gelten alle Diplom-, Magister- oder Bachelor-Abschlüsse als einschlägig, sofern das bisherige Studium Kenntnisse und Kompetenzen insbesondere in sozialwissenschaftlichen Disziplinen (Politikwissenschaft, Soziologie, Volkswirtschaft) bzw. kombinierten Studiengängen mit sozialwissenschaftlichen Schwerpunkten (etwa Regionalwissenschaften) aufweist. Notwendige Kenntnisse können ggf. auch im Rahmen eines Propädeutikums während des 1. Semesters nachgewiesen werden. Die folgenden Abschlüsse werden prinzipiell als einem Bachelor-Abschluss gleichwertige Zulassungsvoraussetzungen anerkannt: Lehramt an Haupt-und Realschulen, Lehramt an Gymnasien, Lehramt an berufsbildenden Schulen. Der Prüfungsausschuss kann weitere Studiengänge nach Einzelfallprüfung als gleichwertig anerkennen.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester