Überblick
Der Bachelorstudiengang Agrarwirtschaft an der Technischen Hochschule Bingen vermittelt umfassende Kenntnisse für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Agrarbranche. Am Standort Bingen am Rhein verbinden Studierende wissenschaftliche Grundlagen des konventionellen und ökologischen Landbaus mit vielfältigen Praxisprojekten. Das Studium bereitet gezielt auf Fach- und Führungsaufgaben in Agrarhandel, Betriebsleitung, Beratung und Verwaltung vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für die wissenschaftlich fundierte Führung landwirtschaftlicher Betriebe sowie für Fachaufgaben im Agrarhandel, bei Behörden oder in der Beratung. Der Bachelorstudiengang Agrarwirtschaft an der Technischen Hochschule Bingen verbindet konventionellen und ökologischen Landbau mit einer natur- und wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung. Sieben Semester lang werden theoretische Grundlagen direkt am Campus mit praxisnahen Projekten und Exkursionen verknüpft.
Studieninhalte & Module
Die Fächer gliedern sich in ein dreisemestriges Grundstudium, ein dreisemestriges Hauptstudium sowie ein abschließendes Praxissemester:
- Grundstudium (1.–3. Semester): Basismodule in Biochemie, Tieranatomie und -physiologie, Chemie, Physik, VWL, BWL, Buchführung, Nutztierethologie, Statistik, Bodenkunde, Landtechnik sowie Pflanzen- und Tierproduktion.
- Hauptstudium (4.–6. Semester): Vertiefende Fächer wie Betriebsplanung, Agrarpolitik, Pflanzenernährung, Ökonomik der Pflanzen- und Tierproduktion, Verfahrenstechnik, Phytomedizin, Ressourcenökonomie, Tiergesundheit sowie Sensortechnik und Automation in der Landwirtschaft.
- Wahlpflichtbereich: Individuelle Schwerpunktsetzung durch Fächer aus den Bereichen Agrarwirtschaft, Umwelt- oder Klimaschutz (z. B. Agrare Taxationslehre, Agrarmeteorologie, Berufs- und Arbeitspädagogik).
Berufsperspektiven
Fachkräfte der Agrarwirtschaft übernehmen Führungs- und Spezialistenaufgaben in der gesamten landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Der Abschluss befähigt sowohl zur eigenverantwortlichen Betriebsführung als auch zur Tätigkeit in vorgelagerten und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen.
- Betriebsleitung: Führung konventioneller oder ökologischer Landwirtschaftsbetriebe im Haupt- oder Nebenerwerb.
- Beratung und Behörden: Tätigkeit bei Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR), Landwirtschaftskammern oder Agrarbehörden.
- Handel und Industrie: Produktmanagement, Vertrieb und Fachberatung bei Herstellern von Landtechnik, Saatgut, Futtermitteln und Betriebsmitteln.
Besonderheiten
- Praxissemester: Das 7. Semester beinhaltet ein Praxismodul (15 LP) in der Betriebspraxis, Beratung oder Forschung sowie die Bachelorarbeit (12 LP).
- Eigene Infrastruktur: Ein eigener Lehr- und Versuchsbetrieb, Gewächshäuser, Versuchsflächen und Analyselabore befinden sich direkt am Campus.
- Regionale Vielfalt: Nutzung der unterschiedlichen Agrarformen in Rheinland-Pfalz (Obst-, Gemüse-, Marktfrucht- und Grünlandbau) für Feldpraktika und Exkursionen.
- Praxisforschung: Aktive Mitarbeit an Forschungsprojekten zu aktuellen Themen wie Tierwohl, Insekten als Eiweißquelle, Öko-Kartoffelanbau oder sensorgesteuerter Tropfbewässerung.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester