Überblick
Der Masterstudiengang „Interdisziplinäre Studien zum östlichen Europa“ an der Universität Giessen bietet eine umfassende Auseinandersetzung mit den kulturellen, politischen und historischen Entwicklungen der osteuropäischen Region. Studierende in Gießen, Lahn profitieren von einer vielseitigen Ausbildung, die Disziplinen wie Geschichte, Slawistik, Turkologie und Sozialwissenschaften miteinander verknüpft. Besondere Akzente setzen flexible sprachliche Optionen sowie eine frühe Heranführung an eigenständige Forschungsprojekte.
Studieninhalte
Wie lassen sich die kulturellen, historischen, politischen und wirtschaftlichen Prozesse im östlichen Europa wissenschaftlich analysieren und bewerten?
Über den Studiengang
Der Masterstudiengang „Interdisziplinäre Studien zum östlichen Europa“ an der Universität Gießen vermittelt fundierte Methoden- und Kulturkompetenzen zur Erforschung der Region vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Studierende können zwischen einer deutsch- und einer englischsprachigen Studienoption sowie ab WS 2024/25 einem spezifischen englischsprachigen „Ukraine-Track“ wählen. Das Studium umfasst 120 Credit Points bei einer Regelstudienzeit von vier Semestern und setzt einen einschlägigen Bachelorabschluss voraus.
Studieninhalte & Module
Der Studienaufbau gliedert sich in ein Hauptfach sowie zwei ergänzende Studienelemente:
- Hauptfach (50 CP): Interdisziplinäre Analyse kultureller, geschichtlicher, rechtlicher, politischer und wirtschaftlicher Prozesse sowie Schulung des wissenschaftlichen Urteilsvermögens.
- Zwei Studienelemente (je 20 CP): Ergänzende Vertiefungen in wählbaren Teilgebieten (gleichnamige Fächer zum Hauptfach dürfen nicht kombiniert werden).
- Praxis- und Projektarbeit: Berufsfeldbezogene Module zur eigenständigen Planung, Durchführung und Auswertung von Projekten sowie Absolvierung von Praktika.
- Sprachausbildung: Fortgeschrittenes Sprachvermittlungsprogramm im Ukrainischen sowie nach Wunsch weiteren slavischen Sprachen (insbesondere im Ukraine-Track).
- Master-Thesis: Interdisziplinäre Abschlussarbeit, die sich in der Regel aus zwei Fachanteilen speist oder rein im Hauptfach verfasst wird.
Berufsperspektiven
Die praxisnahe Ausbildung qualifiziert Absolventinnen und Absolventen für eigenständige Analysen komplexer Sachverhalte und die Leitung von Projekten mit Osteuropabezug. Tätigkeitsfelder bieten sich in Kulturinstitutionen, Medien, internationalen Organisationen, Verbänden sowie in der Politik- und Wirtschaftsberatung. Zudem schafft der Abschluss exzellente Voraussetzungen für eine anschließende wissenschaftliche Laufbahn und Promotion.
Besonderheiten
- Einbindung der Turkologie: Verbindung osteuropabezogener Disziplinen mit der Turkologie zur Reflexion der Zugehörigkeit der Region zu Europa (in der deutschsprachigen Option).
- Spezifischer Ukraine-Track: Gezielter Fokus auf die historischen, politischen, sprachlichen und kulturellen Verflechtungen der Ukraine.
- Exzellente Kooperationen: Enge Zusammenarbeit mit dem Herder-Institut Marburg und dem exzellenzgeförderte Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC).
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Einschlägiger Bachelorabschluss sowie folgende Sprachkenntnisse: Im Hauptfach Slavistik sind sehr gute Kenntnisse in einer an der JLU angebotenen slavischen Sprachen (zur Zeit: Russisch, Polnisch, Tschechisch, Kroatisch/ Serbisch) Voraussetzung. Im Hauptfach Osteuropäische Geschichte sind sehr gute Kenntnisse in einer osteuropäischen Sprache Voraussetzung.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester