Überblick
Der englischsprachige Masterstudiengang Iranian Studies an der Freien Universität Berlin bietet eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte, Kultur und den Sprachen des historischen iranischen Kulturraums. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der Antike sowie der Spätantike in einer Großregion, die weit über das Staatsgebiet des modernen Iran hinausreicht. Studierende profitieren am Wissenschaftsstandort Berlin von einer spezialisierten philologischen und kulturwissenschaftlichen Ausbildung.
Studieninhalte
Alleinstellungsmerkmal: Dieser Masterstudiengang bietet eine vollständig englischsprachige Spezialisierung auf die Sprachen, Religionen und Geschichte des iranischen Kulturraums in der Antike und Spätantike mit einem besonderen Forschungsschwerpunkt auf dem Zoroastrianismus.
Über den Studiengang
Der weiterführende Masterstudiengang „MA Iranian Studies“ an der Freien Universität Berlin vermittelt vertiefte Kenntnisse über die komplexen sprachlichen und kulturellen Entwicklungen West- und Zentralasiens vor dem Islam. Das geografische Untersuchungsgebiet reicht weit über die modernen Grenzen des Iran hinaus und schließt Regionen wie Afghanistan, den Kaukasus und Teile Zentralasiens ein. Die Studierenden erhalten eine fundierte akademische Ausbildung, die intensive philologische Sprachstudien mit der geschichtswissenschaftlichen Quellenarbeit verbindet.
Studieninhalte & Module
Das Curriculum gliedert sich in Pflichtmodule (60 LP), Wahlmodule (10 LP) und einen interdisziplinären Bereich (20 LP):
- Alt- und mitteliranische Philologie (Pflicht): Intensives Sprachstudium der Schwerpunkt-Sprachen Avestisch und Mittelpersisch.
- Iran und Turan (Wahl): Ergänzendes Sprachstudium historischer Sprachen wie Altpersisch, Sogdisch, Parthisch oder Baktrisch.
- Neuiranische Sprachen & Linguistik: Erlernen von Neupersisch, Kurdisch oder anderen modernen iranischen Sprachen sowie Einführung in die (indo-)iranische Sprachwissenschaft.
- Iranische Religionen in der Geschichte (Pflicht): Analyse der Entstehung und Entwicklung der vormuslimischen Religionen Zoroastrianismus und Manichäismus.
- Iranische Geschichte in ihren Quellen (Pflicht): Praktische Auswertung von epigraphischem und numismatischem Material sowie Manuskriptkopien ritualisierter und religiöser Texte.
- Interdisziplinärer Bereich: Belegung von Modulen anderer Fachbereiche, wie beispielsweise dem Institut für Islamwissenschaft.
Berufsperspektiven
Durch die fundierte Ausbildung in Philologie, historischer Quellenkritik und Kulturwissenschaft bereitet der Studiengang primär auf eine akademische Laufbahn und weiterführende Forschungsprojekte vor. Zudem qualifizieren die erworbenen regionalen und Sprachkompetenzen für Tätigkeiten im internationalen Kultur-, Archiv- und Wissenschaftssektor mit Bezug zu Nahost und Zentralasien.
Besonderheiten
- Fokus Zoroastrianismus: Die Erforschung dieser Religion bildet einen zentralen wissenschaftlichen Schwerpunkt des Instituts.
- Unterrichtssprache Englisch: Das gesamte Lehrangebot des Studiengangs wird auf Englisch durchgeführt.
- Unterstützungsangebote: Internationale Studierende erhalten Unterstützung durch ein Mentorenprogramm, das International Office sowie fachbereichseigene Beratungsangebote.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Abschluss eines Hochschulstudiums, das den Inhalten und der Struktur des Bachelorstudiengangs Geschichte und Kultur des Vorderen Orients mit Schwerpunkt Iranistik der FUB entspricht, oder Bachelorabschluss in Mittel- und Zentralasienwissenschaften, Indogermanistik, Altertumswissenschaften, Geschichte, Kultur-, Sprach- und Literaturwissenschaften, Sozial- und Politikwissenschaften, Ethnologie und Religionswissenschaften mit einem Anteil von mindestens 60 Leistungspunkten (LP) in Geschichte und Kultur des Vorderen Orients mit Schwerpunkt Iranistik erfüllt werden; Englisch: Niveau B 2 GER oder gleichwertig
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester