Überblick
Der Bachelorstudiengang Kindheitspädagogik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes in Saarbrücken bereitet akademisch auf die vielfältigen Aufgaben in der frühkindlichen Bildung und Förderung vor. In sieben Semestern erwerben die Studierenden wissenschaftliche und praktische Fertigkeiten in Erziehung, Beratung sowie Einrichtungsleitung. Eine Besonderheit bildet die flexible Wochenstruktur mit vorlesungsfreien Tagen, die auch ein kooperatives Studieren ermöglicht.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Zielgerichtete Qualifizierung für die Erziehungs- und Bildungsarbeit mit Kindern von 0 bis 10 Jahren: Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes kombiniert in diesem sieben semestrigen Vollzeitstudiengang sozial- und bildungswissenschaftliche Grundlagen mit praxisnahen Forschungskompetenzen. Eine Besonderheit liegt in der Studienstruktur mit Präsenztagen an drei Werktagen pro Woche, was die Teilnahme an einem kooperativen Studienmodell ermöglicht. Der Abschluss berechtigt zur Beantragung der staatlichen Anerkennung als Kindheitspädagog*in.
Studieninhalte & Module
Vermittelt werden wissenschaftliche Kenntnisse in den Bereichen Didaktik, Methodik, Recht sowie Management, um komplexe pädagogische Situationen professionell zu analysieren und zu gestalten.
- Grundlagen der Kindheitspädagogik (1.–2. Semester): Einführung in Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik, Sozialisation und Bildung über den Lebensverlauf, Didaktik I, Verfassungs-, Zivil- sowie Familien- und Betreuungsrecht.
- Vertiefung und Professionalisierung (3.–4. Semester): Differenzsensible Pädagogik, Kinderrechte und Partizipation, Sprachbildung und -förderung, Entwicklungspsychologie, Kinder- und Jugendrecht sowie Organisationsentwicklung und Management.
- Praxis und Forschung (5.–7. Semester): Integriertes Praxissemester mit Praxisanleitung, Leitungsaufgaben, Sozialverwaltungsrecht, Studienprojekt mit Forschungswerkstatt sowie die Erstellung der Bachelor-Thesis.
Berufsperspektiven
Absolvierende sind darauf vorbereitet, Bildungsprozesse wissenschaftlich fundiert zu begleiten, familial Lebenslagen einzubeziehen und interdisziplinär mit Fachkräften aus Psychologie, Medizin oder Sozialer Arbeit zu kooperieren. Neben der direkten Arbeit mit Kindern qualifiziert der Abschluss auch für organisatorische und leitende Aufgaben.
Typische Handlungsfelder sind:
- Kindertageseinrichtungen (inklusive Leitungsfunktionen)
- Kita-Sozialarbeit
- Grund- und Förderschulen
- Kinder- und Jugendhilfe
- Beratungsstellen
Besonderheiten
- Staatliche Anerkennung: Mit dem Abschluss Bachelor of Arts kann die staatliche Anerkennung beim zuständigen Ministerium beantragt werden.
- Anrechnung von Vorkenntnissen: Für staatlich anerkannte Erzieher*innen ist eine pauschale Anrechnung von Ausbildungszeiten im Umfang von 58 ECTS möglich.
- Integrierte Praxisphase: Das 5. Semester ist als Praxissemester gestaltet, um theoretische Kenntnisse direkt im beruflichen Alltag zu erproben und zu reflektieren.
- Kooperatives Studienmodell: Die Organisation der Lehrveranstaltungen an drei Werktagen lässt zwei Werktage veranstaltungsfrei und erleichtert somit kooperative Studienformen.
Zulassung & Voraussetzungen
Örtliche Zulassungsbeschränkung, zwingend mit NC
Über die allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen des saarländischen Hochschulgesetzes hinaus muss ein insgesamt mindestens einjähriges Praktikum in Arbeitsfeldern bzw. Einrichtungen des Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesens nachgewiesen werden. Das erforderliche Praktikum kann in verschiedenen Arbeitsfeldern bzw. Einrichtungen absolviert worden sein. Der von der oder den Einrichtung/en zu erstellende Nachweis muss Angaben über das Arbeitsfeld und die Einrichtung, über die Tätigkeiten sowie über den zeitlichen Umfang des Praktikums enthalten. Der Nachweis kann bis zum Beginn des 3. Semesters nachgereicht werden.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester