Überblick
Der Masterstudiengang Nachhaltige Werkstofftechnik an der RWTH Aachen vermittelt vertieftes Fachwissen zur Entwicklung, Herstellung und ressourcenschonenden Verarbeitung anorganischer Materialien. Im Fokus des Studiums am Standort Aachen stehen zukunftsfähige Technologien für Metallurgie, Werkstoffoptimierung und Recycling. Studierende profitieren von einer spezialisierten Fachgruppe und einer praxisnahen Ausbildung an der Schnittstelle von Ingenieurwissenschaften und Nachhaltigkeit.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Während viele Universitäten die Werkstofftechnik nur als Nebenfach oder Vertiefung anbieten, zeichnet sich die RWTH Aachen durch eine eigene Fachgruppe für Materialwissenschaften und Werkstofftechnik aus und bietet ein eigenständiges Masterstudium mit Fokus auf nachhaltige ingenieurwissenschaftliche Anwendungen. Der weiterführende Masterstudiengang Nachhaltige Werkstofftechnik baut auf Bachelor-Grundlagen auf und vermittelt spezialisiertes Wissen zur Reduzierung des Materialeinsatzes, zur Senkung von Emissionen sowie zur werkstofflichen Wiederverwertung. Das zweisprachige Studium (Deutsch und Englisch) umfasst eine Regelstudienzeit von vier Semestern (120 ECTS) und ist zulassungsfrei ohne NC.
Studieninhalte & Module
Das Studium befasst sich schwerpunktmäßig mit der Herstellung, Verarbeitung und Optimierung anorganischer Werkstoffe und bietet elf Vertiefungsmöglichkeiten. Zu den zentralen Inhalten gehören:
- Werkstoffklassen: Metalle, Glas, Keramiken und Verbundmaterialien
- Herstellung & Recycling: Metallurgie, effiziente Recyclingprozesse und Kreislaufwirtschaft
- Verarbeitung: Umformen und Gießereitechnik
- Optimierung: Werkstoffphysik sowie Structural Integrity zur belastungsgerechten Konstruktion
- Interdisziplinäre Materialien: Biomaterialien, Kunststoffe und Materialien für die Energietechnik
- Nachhaltige Anwendungen: Konzepte wie Green Steel, Schlackenmetallurgie und Leichtbau
Berufsperspektiven
Da etwa 70 Prozent aller technologischen Innovationen auf Weiterentwicklungen der Werkstofftechnik zurückzuführen sind, besitzen Absolventinnen und Absolventen hervorragende Zukunftschancen. Das anwendungsnahe Studium qualifiziert für ingenieurwissenschaftliche Aufgaben in Schlüsselbranchen wie dem Maschinenbau, der Mobilität, Medizin oder Energietechnik. Praxisnahe Inhalte und Kontakte zur Industrie bereiten zielgerichtet auf die Entwicklung ressourcenschonender Materiallösungen im Berufsleben vor.
Besonderheiten
- Interdisziplinäre Kooperationen: Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Maschinenwesen, Elektrotechnik, Medizin sowie dem Forschungszentrum Jülich.
- Hoher Praxisbezug: Integration von vorlesungsbegleitenden Praktika, Vorträgen von Industrie-Dozierenden sowie optionalen Industrie- und Forschungspraktika.
- Internationalität: Unterweisung in Deutsch und Englisch mit der Option zu Auslandsaufenthalten.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Voraussetzung für die Studienaufnahme ist ein erster Hochschulabschluss. Die geforderte fachliche Vorbildung ist in der Prüfungsordnung formuliert. Die Feststellung, ob die Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind, trifft der Prüfungsausschuss.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester