Überblick
An der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg bietet der berufsbegleitende Bachelorstudiengang Systemtechnik eine interdisziplinäre Weiterbildung an der Schnittstelle von Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. Berufstätige erwerben hier ein breites Fachwissen sowie die Fähigkeit zum ganzheitlichen Systemdenken, um komplexe technische Produkte und Produktionsanlagen zu entwickeln. Das praxisnahe Studium in Regensburg ermöglicht zudem den Erwerb der geschützten Berufsbezeichnung Ingenieur.
Studieninhalte
Wie lassen sich komplexe technische Systeme an der Schnittstelle von Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik ganzheitlich entwickeln und steuern?
Über den Studiengang
Dieser berufsbegleitende Studiengang der Fakultät Maschinenbau vermittelt ein disziplinenübergreifendes Ingenieurverständnis für moderne Produkte und Produktionsanlagen. Studierende lernen, vielschichtige mechatronische Prozesse zu entwickeln, zu leiten und zu betreuen – auch im Umfeld von Künstlicher Intelligenz. Der Zugang ist bei entsprechender beruflicher Qualifikation auch ohne Abitur möglich.
Studieninhalte & Module
Die Struktur umfasst 210 ECTS-Punkte über eine Regelstudienzeit von 9 Semestern (Verkürzung auf 8 Semester möglich) und gliedert sich in vier Hauptsäulen: Maschinenbau und Anlagentechnik, Automatisierungs- und Regelungstechnik, Projektmanagement und Controlling sowie Soft Skills.
- Erster Studienabschnitt (1.–2. Semester): Ingenieurmathematik, Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik, Physik (inkl. Praktikum), Technische Mechanik (Statik), Grundlagen der Ingenieurinformatik und Technisches Englisch.
- Zweiter Studienabschnitt (3.–6. Semester): Digitale Prozesskette in der Fertigung, Messtechnik, Simulation mechatronischer Systeme, Aktorik und Antriebssysteme, Regelungstechnik, Maschinenelemente, Werkstofftechnik, Konstruktion/CAD, Dynamik, Betriebswirtschaftslehre, Projekt- und Qualitätsmanagement, Wirtschaftsenglisch sowie allgemeinwissenschaftliche Wahlpflichtmodule.
- Dritter Studienabschnitt (7.–9. Semester): Sensorik und Signalübertragung, Projektseminar und Projektbearbeitung, Einführung in das Recht sowie Kosten- und Leistungsrechnung/Controlling.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben an den Schnittstellen technischer Disziplinen. Der Abschluss berechtigt zum Führen der geschützten Berufsbezeichnung „Ingenieurin“ bzw. „Ingenieur“ nach dem Bayerischen Ingenieurgesetz und qualifiziert für aufbauende Masterstudiengänge in Vollzeit oder berufsbegleitend.
Typische Tätigkeitsbereiche umfassen:
- Konstruktion und Entwicklung mechatronischer Systeme
- Leitung, Monitoring, Projektmanagement und Qualitätssicherung bei technischen Projekten
- Planung und Realisierung komplexer Prozesse für technische Systeme
Besonderheiten
- Berufsbegleitendes Format: Lehrveranstaltungen an Freitagnachmittagen finden online oder hybrid statt (ergänzt durch eine Blockwoche).
- Praxisphase: Das Praktikum Mechatronik wird in der Regel angerechnet.
- Geschützte Berufsbezeichnung: Erfüllung der Voraussetzungen nach dem Bayerischen Ingenieurgesetz.
- Betreuung: Kleingruppenkonzept sowie Unterstützung durch das Zentrum für Weiterbildung und Wissensmanagement (ZWW).
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Nachweis von a) einschlägig abgeschlossener Berufsausbildung in den Bereichen Maschinenbau, Mechatronik und Elektrotechnik, oder b) bei noch nicht abgeschlossener Berufsausbildung, erfolgt die Zulassung wenn bei Studienbeginn nach Ausbildungsplan mindestens ein Jahr abgeleistet ist, oder c) bei nicht einschlägiger Berufsausbildung, Nachweis einer beruflichen Tätigkeit mit engen Anknüpfungspunkten zu Maschinenbau, Mechatronik oder Elektrotechnik von mindestens einem Jahr.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester