Überblick
Der Masterstudiengang GeoThermie/GeoEnergie an der FAU Erlangen-Nürnberg widmet sich der nachhaltigen Erschließung und Nutzung des Untergrunds für die Energiewende. In Kooperation mit der TU München vereint das Studium geowissenschaftliche Grundlagen mit ingenieurtechnischen sowie wirtschaftlichen Ansätzen. Studierende am Standort Erlangen lernen, tiefe und oberflächennahe geothermaler Ressourcen sowie Untergrundspeicher präzise zu analysieren und technisch nutzbar zu machen.
Studieninhalte
Als Fachkraft für Geoenergie übernehmen Absolventinnen und Absolventen anspruchsvolle Aufgaben bei der Erschließung erneuerbarer Wärmequellen, der Entwicklung von Untergrundspeichern sowie der geowissenschaftlichen Standorterkundung für Infrastrukturprojekte der Energiewende.
Über den Studiengang
Der Masterstudiengang GeoThermie/GeoEnergie am GeoZentrum Nordbayern der FAU Erlangen-Nürnberg ist ein weiterführendes Studium im Fachbereich Geowissenschaften. Er wird als Joint-Degree-Studiengang gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM) angeboten und von der Geothermie Allianz Bayern (GAB) gefördert. Das Studium befasst sich intensiv mit allen geowissenschaftlichen Themenbereichen der nachhaltigen Untergrundnutzung.
Studieninhalte & Module
Die Studieninhalte decken die praktische und theoretische Erkundung von Geoenergien ab. Zu den wesentlichen Schwerpunkten gehören:
- Flache bis tiefe Geothermie: Erkundung und Nutzung oberflächennaher sowie tiefer Geothermie und Systeme für kalte Nahwärme.
- Untergrundspeicher & Wasserstoff: Erforschung von Wasserstofflagerstätten und Speichermöglichkeiten im Untergrund.
- Reservoircharakterisierung und -modellierung: Erfassung und Integration von 2D- und 3D-Untergrunddaten (unter Einsatz spezialisierter Software wie MOVE).
- Geophysikalische Erkundung: Einsatz von Messmethoden wie Geoelektrik und Radonmessungen zur Erkundung des Untergrunds.
- Felduntersuchungen: Wissenschaftliche Begleitung von Versuchsfeldern (z. B. thermische Auswirkungen von Erdkabeln/HGÜ-Leitungen).
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen sind für Planungs-, Forschungs- und Beratungsaufgaben im Sektor der erneuerbaren Energien und Wärmequellen ausgebildet. Sie finden Beschäftigung bei Energieversorgungsunternehmen, Fachbehörden, Ingenieurbüros für Geotechnik und Exploration sowie in Forschungseinrichtungen. Die fundierten Kenntnisse in der Untergrundmodellierung eröffnen zudem Tätigkeitsfelder bei bundeslandübergreifenden Infrastruktur- und Netzausbauprojekten.
Besonderheiten
- Joint-Degree: Gemeinsames Masterprogramm der FAU Erlangen-Nürnberg und der TU München (TUM).
- Förderung & Netzwerke: Unterstüzung durch die Geothermie Allianz Bayern (GAB) und Einbindung in Kooperationsnetzwerke (z. B. Soil2Heat).
- Moderne Arbeitsmittel: Zugang zu professioneller Branchensoftware zur 3D-Modellierung und unmittelbarer Bezug zu aktuellen Felduntersuchungen.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Fachspezifischer Abschluss im Fach Geowissenschaften oder fachverwandter Abschluss mit mindestens 120 ECTS-Punkten geowissenschaftlichem Anteil. Die Durchschnittsnote des Bachelors soll 2,5 oder besser betragen. Bewerber mit Durchschnittsnoten von 2,51 bis 3,5 absolvieren ein Auswahlgespräch. Das Qualifikationsfeststellungsverfahren kann zum nächsten Termin einmal wiederholt werden.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester