Überblick
Der Masterstudiengang Historische Interpretationspraxis an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main vertieft das Verständnis und die künstlerische Umsetzung musikalischer Werke vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Studierende am Standort Frankfurt am Main lernen, Kompositionen auf historischen Instrumenten oder deren Replikaten quellenbasiert und stilgetreu zu interpretieren. Die Ausbildung bereitet Musikerinnen und Musiker gezielt auf erfolgreiche Tätigkeiten im freiberuflichen Konzertbetrieb sowie in spezialisierten Orchestern vor.
Studieninhalte
Karriereziel Freiberuflichkeit oder Orchestermusik: Der Masterstudiengang „Historische Interpretationspraxis“ bereitet Musiker*innen gezielt auf Tätigkeiten im freiberuflichen Musikleben vor und verbessert durch stilistische Zusatzqualifikationen die Berufschancen in professionellen Orchestern.
Über den Studiengang
Der weiterführende Masterstudiengang „Historische Interpretationspraxis“ (HIP) an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main umfasst eine Regelstudienzeit von vier Semestern und schließt mit dem Master of Music (120 CP) ab. Das Studium richtet sich an Musiker*innen, die die Kenntnis historischer Umstände sowie die Nutzung epochentypischer Instrumente und Quellen als essenziell für ihre musikalische Arbeit betrachten. Der Studienbeginn ist sowohl zum Sommer- als auch zum Wintersemester möglich.
Studieninhalte & Module
Das Studium verbindet vertiefte spieltechnische und stilistische Fertigkeiten mit aufführungspraktischen Erkenntnissen aus historischen Quellen. Die Ausbildung wird in folgenden Hauptfächern angeboten:
- Blasinstrumente: Blockflöte, Traversflöte, Historische Oboe, Barockfagott/Dulzian, Naturhorn, Naturtrompete
- Streich- und Zupfinstrumente: Historische Violine/Viola, Barockvioloncello, Viola da gamba, Violone/Historischer Kontrabass, Laute
- Tasteninstrumente: Cembalo, Hammerklavier, Orgel
Berufsperspektiven
Das Studium zielt auf die künstlerische Ausbildung von Musiker*innen ab, die sich dank ihrer stilistisch umfassenden Bildung im freiberuflichen Musikmarkt behaupten können. Zudem eröffnet die Vermittlung zusätzlicher spieltechnischer und stilistischer Kenntnisse auch Orchestermusiker*innen erweiterte Chancen auf dem Stellenmarkt. Absolvent*innen zeichnen sich durch ein stetiges Interesse an neuen aufführungspraktischen Erkenntnissen aus.
Besonderheiten
- Stilistische Breite: Die Ausbildung deckt den musikalischen Zeitraum von vor 1600 bis ins 19. Jahrhundert ab.
- Flexible Eignungsprüfung: Die praktische Prüfung zur Zulassung kann wahlweise auf einem historischen Instrument oder in Kombination auf einem modernen und historischen Instrument absolviert werden.
- Anbindung: Die Lehre ist direkt am institutseigenen Institut für Historische Interpretationspraxis (HIP) angesiedelt.
Zulassung & Voraussetzungen
Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
Die Zulassung zum Masterstudiengang Historische Interpretationspraxis setzt ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraus: Bachelor-, Diplom-Musiker*in, Künstlerische Reifeprüfung, Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien für Musik, MusiklehrerInnendiplom, Kirchenmusik (A-Examen) oder diesen Studiengängen vergleichbare Examina im In- und Ausland, sowie eine erfolgreich absolvierte Eignungsprüfung (auf historischem oder auf modernem und historischem Instrument).
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester