Überblick
Der Masterstudiengang Raumstrategien an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel widmet sich der künstlerischen und gestalterischen Erforschung urbaner sowie gesellschaftlicher Räume. Studierende setzen sich kritisch mit Themen wie städtischem Leerstand, ökologischen Krisen und sozialer Ungleichheit auseinander, um innovative Raumkonzepte zu entwickeln. Das Studium verbindet theoretische Analysen mit experimentellen Praxisprojekten und internationalen Exkursionen.
Studieninhalte
Was passiert mit einer Stadt, wenn ihre Räume ihre Funktion verlieren – und wie lassen sich urbane Leerstände neu denken?
Über den Studiengang
Der Studiengang „Raumstrategien / Spatial Strategies“ (Master of Arts) an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel ist ein weiterführendes Studienangebot des Fachbereichs Innenarchitektur. Die Studierenden setzen sich intensiv mit der Transformation urbaner Räume, funktionslos gewordenen Orten und zukunftsorientierten Raumnutzungen auseinander. Dabei verknüpft das Studium gestalterische, künstlerische und analytische Methoden zur Erforschung von Stadtentwicklung und raumbezogenen Veränderungsprozessen.
Studieninhalte & Module
Im Zentrum der Lehre stehen unter anderem folgende inhaltliche Schwerpunkte:
- Analyse von Leerstand & Verfall: Erforschendes Arbeiten an urbanen Stellen wie ungenutzten Parkhäusern oder leerstehenden Apotheken.
- Urbane Zwischenstände & Raumfiktionen: Erarbeitung von Konzepten zwischen Stillstand, Imagination, Neubeginn und räumlicher Obsoleszenz.
- Künstlerisch-mediale Praxis: Einsatz von Werkzeugen wie Videokunst, Installationen, Collagen und Fotografien zur Raumgestaltung und -darstellung.
- Ausstellungskonzeption: Praktische Umsetzung von Raumkonzepten und Präsentation der Arbeitsergebnisse in der Öffentlichkeit.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für strategische Aufgaben an der Schnittstelle von Innenarchitektur, Stadtentwicklung, Kunst und Raumforschung. Sie sind darauf vorbereitet, transformative Konzepte für ungenutzte Architekturen zu entwickeln und urbane Erneuerungsprozesse zu begleiten. Mögliche Einsatzfelder finden sich in spezialisierten Gestaltungsbüros, im Ausstellungs- und Kuratorenwesen sowie in kommunalen oder kulturellen Initiativen.
Besonderheiten
Das Studium zeichnet sich durch einen starken Praxisbezug mit Ausstellungsformaten aus. So erarbeiten Studierende konkrete Projekte im Stadtraum – wie beispielsweise die Ausstellung „Daydreams & Nightmares – Fiktionen einer obsoleten Stadt“, in der Arbeiten aus den Bereichen Videokunst, Installation, Collage und Fotografie direkt in Ausstellungsräumen vor Ort der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Auswahlverfahren/Eignungsprüfung
Erster berufsqualifizierender Studienabschluss, bestandene Eignungsprüfung.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester