Überblick
Der Masterstudiengang Islamische Theologie an der Universität Osnabrück vertieft wissenschaftliche und praktische Kompetenzen im Bereich der islamischen Religion. Studierende wählen zwischen einem klassisch-theologischen Profil und einer Spezialisierung auf Gemeindepädagogik sowie Seelsorge. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit Quellendisziplinen legt das Studium am Standort Osnabrück großen Wert auf interreligiöse Dialogfähigkeit und gesellschaftliche Bezüge.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Der Masterstudiengang „Islamische Theologie“ an der Universität Osnabrück schließt an das gleichnamige Bachelorstudium an und bietet eine wissenschaftliche Vertiefung der bisher erworbenen Kompetenzen. Studierende wählen zwischen einer klassischen theologischen Ausrichtung und einer gemeindepädagogisch-seelsorgerischen Vertiefung. Der zulassungsfreie Studiengang umfasst eine Regelstudienzeit von vier Semestern und kann sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester aufgenommen werden.
Studieninhalte & Module
Das Studium ermöglicht eine gezielte Vertiefung über zwei Schwerpunkte sowie interdisziplinäre Wahlpflichtoptionen:
- Theologische Vertiefung: Kerndisziplinen Dogmatik, Philosophie, Sufismus, Islamisches Recht sowie Koran- und Hadithwissenschaften inklusive eines Forschungskolloquiums.
- Gemeindepädagogische und seelsorgerische Vertiefung: Analyse von Theorie und Praxis im Alltag der Gläubigen sowie die Absolvierung eines 60-stündigen Praktikums.
- Religionssoziologie: Erwerb spezifischer religionssoziologischer Kompetenzen in beiden Schwerpunkten.
- Interdisziplinärer Wahlpflichtbereich: Belegung von Kursen der Institute für katholische und evangelische Theologie sowie des Instituts für Migration und Internationale Studien (IMIS).
Berufsperspektiven
In der Praxis arbeiten Absolventinnen und Absolventen im seelsorgerischen sowie religionspädagogischen Bereich, beispielsweise als Imame in Moscheegemeinden oder als Fachkräfte in religiösen und sozialen Einrichtungen. Darüber hinaus qualifiziert der Abschluss für die akademische Forschung in der Islamischen Theologie sowie für Tätigkeiten in Politik, Behörden, Medien, Nichtregierungsorganisationen und dem Kultur- und Bildungssektor. Ein weiteres Handlungsfeld liegt in der Durchführung von Projekten zum interkulturellen und interreligiösen Dialog.
Besonderheiten
- Interdisziplinärer Austausch: Möglichkeit zur Belegung von Lehrveranstaltungen in der christlichen Theologie und der Migrationsforschung (IMIS).
- Praxisbezug: Verpflichtendes 60-Stunden-Praktikum im gemeindepädagogischen Schwerpunkt in religiösen, sozialen oder kulturellen Einrichtungen.
- Zwei Vertiefungspfade: Ausrichtung wahlweise auf wissenschaftliche Forschung oder praktische Gemeindearbeit und Seelsorge.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bachelor oder gleichwertiger Abschluss in Islamischer Theologie oder einem anderen fachlich geeigneten oder fachlich eng verwandten Studiengang, wie z. B. Islamwissenschaft oder Religionswissenschaft mit einem fachwissenschaftlichen Anteil im Umfang von mind. 90 ECTS-Leistungspunkten; Kenntnisse des Klassisch-Arabischen, so dass die Bewerber*innen in der Lage sind, die Grammatik und die Syntax klassisch-arabischer sowie zeitgenössischer Texte zu erkennen und zu verstehen, die Inhalte klassisch-arabischer sowie zeitgenössischer Texte zu erfassen und ins Deutsche zu übertragen, klassisch-arabische Quellen aus dem Bereich der Islamischen Theologie in Ansätzen wissenschaftlich zu bearbeiten und zu nutzen sowie den Koran in Auszügen zu memorisieren und zu rezitieren.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester