Überblick
An der Universität des Saarlandes in Saarbrücken verbindet der Bachelorstudiengang Wirtschaft und Recht betriebswirtschaftliches Know-how mit profunden juristischen Kenntnissen. Das interdisziplinäre Studium befähigt die Studierenden dazu, unternehmerische Fragestellungen sowohl aus ökonomischer als auch aus rechtlicher Perspektive zu analysieren und frühzeitig praxisnahe Lösungen zu entwickeln. Durch diese gezielte Doppelqualifikation bereitet der Studiengang optimal auf vielseitige Fachpositionen an der Schnittstelle von Ökonomie und Jura vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Die Schnittstelle von Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaft bildet das Zentrum dieses interdisziplinären Bachelorstudiengangs an der Universität des Saarlandes. Die Studierenden erwerben eine Doppelqualifikation aus betriebswirtschaftlichem Grundlagenwissen und juristischen Kernkompetenzen, um rechtliche Problemstellungen in Unternehmen frühzeitig zu erkennen und zu lösen. Nach einer Regelstudienzeit von sechs Semestern (180 CP) schließt das Studium mit dem Grad Bachelor of Science (B.Sc.) ab.
Studieninhalte & Module
Inhaltlich gliedert sich die akademische Ausbildung in einen ökonomischen und einen juristischen Pflichtbereich sowie ein flexibles Wahlsegment:
- Pflichtbereich Wirtschaft (93 CP): Umfasst Mathematik (9 CP), Buchführung und Unternehmungsrechnung (6 CP), Statistik (6 CP) sowie neun BWL-Module (u. a. Steuern, Controlling, Investition, Marketingmanagement) und drei VWL-Module (Mikroökonomie, Makroökonomie, Wirtschaftspolitik).
- Pflichtbereich Recht (66 CP): Beinhaltet Grundlagen wie Bürgerliches Vermögensrecht, Schuldrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Sachenrecht sowie Öffentliches Recht und Europarecht für Wirtschaftswissenschaftler.
- Wahlbereich (9 CP): Bietet Vertiefungsmöglichkeiten in Bereichen wie Ökonometrie, Spieltheorie, Geldpolitik, Sprachkurse oder weiterführende Module der Fachbereiche.
- Bachelorarbeit (12 CP): Selbstständige Bearbeitung einer wissenschaftlichen Problemstellung aus dem Bereich Wirtschaft unter Anleitung.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen sind durch ihre Schnittstellenkompetenz gefragte Fachkräfte in kleinen, mittleren sowie international tätigen Unternehmen. Sie wirken präventiv an der Vermeidung von Rechtsproblemen mit, bevor juristische Fachabteilungen oder Volljuristen eingeschaltet werden müssen.
Typische Beschäftigungsfelder:
- Industrie-, Handels- und Handwerksunternehmen
- Banken und Versicherungen
- Unternehmensberatungen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
- Steuerberatungspraxen
- Verbände und politische Organisationen
- Öffentliche Verwaltung (Länder, Bund und EU-Ebene)
Besonderheiten
- Praxisanrechnung: Im Wahlbereich der Ausbildung kann ein internes oder externes Praktikum im Umfang von 6 Credit Points eingebracht werden.
- Zielgruppenspezifische Recht Lehre: Juristische Module sind teilweise speziell auf die Anforderungen von Ökonomen ausgerichtet (z. B. Zivilverfahrensrecht oder Europarecht für Wirtschaftswissenschaftler).
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester