Überblick
Der Masterstudiengang Rechnergestützte Verfahrenstechnik an der Hochschule Niederrhein vertieft ingenieurwissenschaftliches Fachwissen im Bereich der modernen Prozess- und Anlagenentwicklung. Studierende lernen, komplexe chemische, biologische sowie thermische Abläufe mithilfe fortschrittlicher computergestützter Methoden zu simulieren und zu optimieren. Die vertiefende Ausbildung bereitet zielgerichtet auf anspruchsvolle Tätigkeiten in der chemischen Industrie, der Energiewirtschaft und der Biotechnologie vor.
Studieninhalte
Typische Studieninhalte & Module
Im Fokus steht die Verknüpfung von fundiertem Prozessverständnis mit digitalen Werkzeugen zur Lösung komplexer ingenieurwissenschaftlicher Fragestellungen:
- Numerische Strömungsmechanik (CFD): Simulation von Fluidbewegungen, Stoff- und Wärmetransportprozessen in Reaktoren.
- Prozesssimulation und -modellierung: Digitale Abbildung und dynamische Simulation chemischer sowie thermischer Verfahren.
- Rechnergestützter Apparate- und Anlagenentwurf (CAE): Computerbasierte Konstruktion, Auslegung und Sicherheitsanalyse verfahrenstechnischer Anlagen.
- Höhere Mathematik und Datenanalyse: Anwendung mathematischer Algorithmen zur mathematischen Optimierung von Produktionsabläufen.
- Bioreaktions- und Thermodynamik: Modellierung und Skalierung (Scale-up) biochemischer und thermischer Umwandlungsprozesse.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen sind auf dem Arbeitsmarkt als hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte an der Schnittstelle zur digitalen Transformation gefragt. Typische Tätigkeitsfelder umfassen:
- Forschung und Entwicklung: Konzeption und virtueller Test neuartiger Synthese- und Produktionsverfahren.
- Prozess- und Anlagenplanung: Rechnergestützte Auslegung, Simulation und Optimierung von Großanlagen im Ingenieurbüro oder in der Industrie.
- Energiewirtschaft und Umwelttechnik: Entwicklung ressourcenschonender Verfahren und Technologien zur Energiewandlung.
- Pharma- und Biotechnologie: Modellierung und Validierung sensibler biobasierter Herstellungsprozesse.
- Wissenschaftliche Karriere: Befähigung zur Promotion an Universitäten im In- und Ausland.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bachelor- oder Diplomabschluss im Bereich Verfahrenstechnik an einer deutschen Hochschule oder eines Abschlusses an einer ausländischen Hochschule, der dem vorgenannten mindestens gleichwertig ist.
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester