Überblick
Der Masterstudiengang Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft an der Universität Marburg widmet sich der Erforschung und Rekonstruktion indogermanischer Sprachen sowie deren historischen Entwicklungsprozessen. Studierende analysieren früh überlieferte Sprachstufen, Lautsysteme und grammatische Strukturen im systematischen Vergleich. Neben der allgemeinen Indogermanistik bietet der Standort Marburg besondere Vertiefungsmöglichkeiten in Bereichen wie der Anatolistik.
Studieninhalte
Wie entstanden aus einer gemeinsamen Ursprache die heute gesprochenen indogermanischen Sprachen und wie lassen sich ihre historischen Verwandtschaftsverhältnisse exakt rekonstruieren?
Über den Studiengang
Der viersemestrige Masterstudiengang „Historisch-Vergleichende Sprachwissenschaft / Indo-European Linguistics“ an der Philipps-Universität Marburg widmet sich der vertieften Erforschung der indogermanischen Sprachfamilie. Ziel des Studiums ist es, das Verwandtschaftsverhältnis zwischen diesen Sprachen zu bestimmen und Einsichten in die Differenzierungsprozesse zu gewinnen, die zu den heutigen Sprachen geführt haben. Der Studiengang schließt mit dem Master of Arts ab, ist zulassungsfrei (kein NC) und kann sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester begonnen werden.
Studieninhalte & Module
Das Studium richtet den Blick bevorzugt auf die frühest greifbaren Stufen der Einzelsprachen und vermittelt fundierte Methoden zu deren Erfassung. Die zentralen Inhalte umfassen:
- Erfassung von Sprachzeugnissen: Genaue Dokumentation und Analyse früher sprachlicher Dokumente.
- Grammatik und Lautsysteme: Detaillierte Beschreibung der Lautsysteme und grammatischen Strukturen indogermanischer Sprachen.
- Etymologie und Lexik: Sammlung des Wortschatzes, Ermittlung von Wortbedeutungen und etymologische Untersuchung grammatischer Formen.
- Vertiefung Anatolistik: Spezifischer Schwerpunkt im Bereich der Hethitologie.
- Typologisch-vergleichende Sprachwissenschaft: Vergleichende Analyse sprachlicher Typen und Strukturen.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen finden berufliche Tätigkeitsfelder in der Erwachsenenbildung, im Bibliotheks- und Verlagswesen sowie in der Kulturvermittlung und dem Kulturmanagement. Weitere Einsatzbereiche liegen im Sprachunterricht, der Öffentlichkeitsarbeit sowie in Wirtschaftsunternehmen, die analytische Fähigkeiten, Fremdsprachenkenntnisse und Kompetenzen im selbstständigen Projektmanagement erfordern.
Besonderheiten
Eine Besonderheit des Standorts Marburg ist das spezifische Angebot der Vertiefungsrichtungen in der Anatolistik (Hethitologie) und der typologisch-vergleichenden Sprachwissenschaft. Für die Zulassung wird ein einschlägiger Bachelorabschluss mit mindestens 60 Leistungspunkten in Historisch-Vergleichender Sprachwissenschaft sowie der Nachweis von Lateinkenntnissen im Umfang des Latinums vorausgesetzt.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
https://www.uni-marburg.de/de/studium/nach-dem-abschluss/masterstudium/masterstudiengaenge/m-hvsw
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester