Überblick
Der Bachelorstudiengang Versicherungs- und Finanzmathematik an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken verbindet fundierte mathematische Methoden mit wirtschaftswissenschaftlichem Know-how und Informatikkomponenten. Studierende werden gezielt auf komplexe Analyse- und Modellierungsaufgaben im Banken-, Versicherungs- und Beratungswesen vorbereitet. Ein besonderer Pluspunkt ist die inhaltliche Abstimmung auf wesentliche Bausteine der berufsständischen Aktuarsausbildung.
Studieninhalte
Über den Studiengang
Die Schnittstelle der Fachgebiete Mathematik, Wirtschaftswissenschaften und Informatik bildet das Fundament des Bachelorstudiengangs Versicherungs- und Finanzmathematik (B.Sc.) an der Universität des Saarlandes. Der interdisziplinäre Studiengang vermittelt in einer Regelstudienzeit von sechs Semestern mathematische Grundlagen, fortgeschrittene Instrumente der Stochastik sowie wirtschaftswissenschaftliches Grundwissen. Das Studium ist zulassungsfrei und kann zum Winter- oder Sommersemester aufgenommen werden, wobei der Studienbeginn im Wintersemester empfohlen wird.
Studieninhalte & Module
Im Studienverlauf werden insgesamt 180 Credit Points (CP) erworben. Die Kernmodule des Pflichtbereichs umfassen:
- Mathematische Grundlagen: Analysis I–III, Lineare Algebra I+II (45 CP)
- Stochastik: Stochastik I+II (18 CP)
- Versicherungs- und Finanzmathematik: Elemente der Versicherungs- und Finanzmathematik (3 CP)
- Numerik: Einführung in die Numerik (9 CP)
- Wirtschaftswissenschaften: Buchführung und Unternehmungsrechnung (6 CP)
- Seminare & Abschluss: Proseminar Mathematik (5 CP) sowie Bachelorarbeit und Seminar (18 CP)
Ergänzend wählen die Studierenden Module aus dem Wahlpflicht- und Wahlbereich, wie Mathematical Finance oder Insurance Mathematics, Programmierung, Investition oder Unternehmungsfinanzierung sowie weitere Vorlesungen aus der Informatik, Mathematik und den Wirtschaftswissenschaften.
Berufsperspektiven
Der Sektor der Versicherungen, Banken und Beratungsunternehmen ist neben der IT-Branche das größte Betätigungsfeld für Mathematiker. Absolventen sind in der Lage, mathematische Methoden kompetent in einem versicherungs- oder finanzmathematischen Berufsumfeld einzusetzen. In der Regel wird das Fachwissen vor dem Berufseinstieg durch ein anschließendes Masterstudium ergänzt.
Besonderheiten
Eine zentrale Besonderheit ist die Vermittlung der mathematischen Grundkenntnisse für die Ausbildung zur Aktuarin (DAV), die verteilt über das Bachelor- und Masterstudium erworben werden. Zudem wird dem statistischen Lernen durch Wahlmodule aus der Informatik und Data Science Rechnung getragen. Im Bereich „Freie Punkte“ können außerdem Leistungen aus einem Berufspraktikum, Tutortätigkeiten, Sprachkursen oder Soft-Skill-Seminaren angerechnet werden.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: Sommer- und Wintersemester