Überblick
Der siebensemestrige Bachelorstudiengang Mensch-Technik-Interaktion an der Hochschule Magdeburg-Stendal in Magdeburg verbindet Ingenieurwissenschaften, Psychologie und Sozialwissenschaften. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung benutzerfreundlicher Technologien, die gezielt auf menschliche Bedürfnisse und gesellschaftliche Anforderungen abgestimmt sind. Studierende lernen, wie bedarfsgerechte Innovationen entwickelt, getestet und erfolgreich in den Alltag integriert werden.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle der Fachgebiete Psychologie, Elektrotechnik und Sozialwissenschaften lernen Studierende im Studiengang Mensch-Technik-Interaktion (B.Sc.), technische Lösungen für soziale und soziokulturelle Problemstellungen zu entwickeln. Der Fokus liegt auf einer bedarfsorientierten Technikentwicklung, die betroffene Menschen sowie spätere Nutzerinnen und Nutzer partizipativ in den gesamten Prozess einbezieht. Das Studium bereitet durch die Verbindung theoretischer Grundlagen mit interdisziplinären Praxisprojekten auf die Anforderungen dieser Entwicklungsschritte vor.
Studieninhalte & Module
Das sieben Semster umfassende Studium deckt den gesamten Entwicklungsprozess von der Bedarfsanalyse bis zur Ergebnisevaluation ab. Die Kernmodule gliedern sich in folgende Bereiche:
- Sozialwissenschaftliche, psychologische und methodische Grundlagen: Enthält unter anderem Psychologische Grundlagen, Empirische Sozialforschung, Bedarfsermittlung, Arbeits- & Organisationspsychologie, Partizipative Technikentwicklung sowie Bio- und Neuropsychologie.
- Mensch und Technik in der Gesellschaft: Umfasst Grundlagen der Sozialwissenschaften, Alter(n)swissenschaften, Diversität und soziale Ungleichheit, Datennetze und -sicherheit sowie Recht und Ethik.
- Naturwissenschaft und Technik: Vermittelt Grundlagen in Naturwissenschaften, Elektrotechnik, Digital Engineering, hardwarenaher Software-Entwicklung und Informatik.
- Konstruktion und Produktion: Beinhaltet Grundlagen der Betriebswirtschaft, Werkstoff- & Fertigungstechnik, Automatisierungstechnik sowie das Design von Mensch-Maschine-Schnittstellen.
- Praxis: Beinhaltet Methoden wie Usability (Design Thinking, Kreativtechniken) und wissenschaftliches Arbeiten. Ab dem dritten Semester folgen interdisziplinäre Projektarbeiten mit Praxispartnern. Das siebte Semester umfasst ein 12-wöchiges Praktikum und die Bachelorarbeit.
Berufsperspektiven
Absolventinnen und Absolventen sind darauf vorbereitet, interdisziplinäre Produktentwicklungen gemeinsam mit Entwickelnden und Anwendenden zu begleiten. Sie übernehmen Aufgaben bei der Feststellung von Bedarfen, der Erstellung von Anforderungsprofilen sowie der Akzeptanzschaffung bei der Markteinführung. Zudem bewerten und passen sie technische Lösungen in der Praxis gemeinsam mit den Zielgruppen an.
Besonderheiten
- Zulassungsfrei: Der Studiengang weist keine Zulassungsbeschränkung (keinen NC) auf.
- Studieren ohne Abitur: Ein Zugang ist auch über eine berufliche Qualifikation (abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens 3 Jahre Berufserfahrung) via Eingangsprüfung oder Probestudium möglich.
- Teilzeitoption: Das Studium kann unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. Berufstätigkeit, Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen) als individuelles Teilzeitstudium absolviert werden.
- Praxisnahe Laborarbeit: Zur Lehre gehört die praktische Arbeit in Laboren, wie beispielsweise dem Bewegungslabor mit Leistungsdiagnostik.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester