Überblick
Der Bachelorstudiengang Allgemeine und Digitale Forensik an der Hochschule Mittweida kombiniert klassische Kriminalistik mit moderner IT-Sicherheit und Informatik. Studierende lernen, digitale sowie analoge Spuren rechtssicher zu sichern, zu analysieren und für Ermittlungsbehörden oder Unternehmen aufzubereiten. Das Studium am Standort Mittweida bereitet gezielt auf die Aufklärung von Cyberkriminalität und die Arbeit an der Schnittstelle von Technik und Recht vor.
Studieninhalte
Über den Studiengang
An der Schnittstelle der Fachgebiete Informatik, Naturwissenschaften und Kriminalistik verbindet der Studiengang Allgemeine und Digitale Forensik (B.Sc.) an der Hochschule Mittweida klassische Tatortarbeit mit modernen IT-Methoden. Studierende lernen, physische und digitale Spuren methodisch zu sichern, zu analysieren und als gerichtsverwertbare Beweismittel aufzubereiten. Das zulassungsfreie Vollzeitstudium umfasst eine Regelstudienzeit von sechs Semestern und vermittelt gezielt Fähigkeiten zur Aufklärung und Prävention von Kriminalität.
Studieninhalte & Module
Das Studium kombiniert Informatikwissen mit naturwissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen. Zu den Kernmodulen gehören:
- Allgemeine Forensik: Grundsatz der Tatortarbeit, Forensische Biologie, Der Mensch als Spuren- und Merkmalsträger, Forensische Modellierung und Hypothesenbildung.
- Digitale Forensik & IT-Sicherheit: Computerforensische Methoden, Betriebssysteme und digitale Spuren, Network- und IoT-Forensik, Digitale Bildverarbeitung, Einführung in die IT-Sicherheit und Verschlüsselungstechnik.
- Informatik & Softwareentwicklung: Programmierung, Algorithmen und Datenstrukturen, Rechnernetze, Grundlagen des maschinellen Lernens, Text Retrieval und Text Mining, Softwareprojekt forensische Werkzeuge.
- Recht & Kriminologie: Kriminologie sowie Straf- und Prozessrecht (Teil I & II).
- Mathematik & Statistik: Elementar- und Grundlagenmathematik, Bayessche Statistik für Forensiker.
- Praxis & Soft Skills: Komplexpraktika, Studium Generale (u. a. Technisches Englisch, Wissenschaftliches Arbeiten) sowie ein 12-wöchiges Praxismodul und die abschließende Bachelorarbeit.
Berufsperspektiven
Durch den Mangel an Fachpersonal im Bereich Cybercrime bieten sich Absolventinnen und Absolventen hervorragende Berufschancen bei Behörden und in der freien Wirtschaft. Mögliche Einsatzfelder sind Tätigkeiten als Cyberkriminalist:in beim BKA, Junior Cyber-Sicherheitsanalyst:in beim BND, IT-Forensiker:in bei der Bundeswehr oder als Gutachter:in für Ermittlungsbehörden wie Polizei, Staatsanwaltschaft und Zoll. In der Wirtschaft arbeiten sie unter anderem als Penetration Tester, Network & IT Security Consultant, Big Data Analyst oder Softwareentwickler:in für Forensik und Biometrie.
Besonderheiten
- Dauerhafte Methodenkopplung: In jedem Semester wird ein Modul der klassischen Forensik gelehrt, um physische Ermittlungsansätze direkt auf die digitale Welt zu übertragen.
- Praxisnahe Ausbildung: Intensive Arbeit an realitätsnahen Projekten, Vertiefung in Computer-Pools/Laboren sowie ein 12-wöchiges Praxismodul in einem Unternehmen.
- Keine Hürden: Der Studiengang ist zulassungsbeschränktfrei (kein NC) und es werden keine Studiengebühren erhoben.
- Weiterqualifikation: Nach dem Abschluss besteht die Möglichkeit eines vertiefenden Masterstudiums im Studiengang „Cybercrime/Cybersecurity (M.Sc.)“.
Zulassung & Voraussetzungen
Keine Zulassungsbeschränkung, ohne NC
Bewerbung & Fristen
Studienbeginn: nur Wintersemester